Ausgabe Januar 2001

Alternativen für eine Neue Ökonomie in Europa.

Erklärung Europäischer Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler vom November 2000 (Auszüge)

Ende September 2000 traf sich in Brüssel eine Gruppe europäischer Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler. Aus den Diskussionen ging ein umfassendes Memorandum mit dem Titel "Alternative wirtschaftspolitische Leitlinien für Vollbeschäftigung und sozialen Zusammenhalt in Europa" hervor. Eine Kurzfassung davon wurde ab Mitte November als Erklärung verbreitet und schließlich, von mehr und mehr professionellen Ökonomen unterzeichnet, vor dem EU-Gipfel in Nizza in verschiedenen Hauptstädten Europas veröffentlicht. Kontaktpersonen für die Gruppe sind die Professoren Miren Etxezarreta (Universitàt Autónoma de Barcelona), John Grahl (University of North London), Jörg Huffschmid (Universität Bremen) und Jacques Mazier (Universite de Paris). Das Memorandam ist unter der Internet-Adresse www. memoeurope.uni-bremen.de zu finden. Wir dokumentieren Auszüge der Kurzfassung. - D. Red.

1. Vollbeschäftigung in Sicht?

Am Ende dieses Jahres stellen Politiker und Medien die wirtschaftliche und soziale Situation in der EU der Öffentlichkeit mit äußerst positiven und optimistischen Worten dar: Die Wirtschaft befande sich in einem Stadium des kräftigen konjunkturellen Aufschwungs und des anhaltenden Wachstums, das in einem Jahr zu mehr als zwei Millionen neuen Arbeitsplätzen geführt hat.

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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