Ausgabe Mai 2001

Beschäftigungspolitik in einem starken Sozialstaat.

Memorandum 2001 der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik (Auszug)

Am 26. April stellte die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik in Berlin ihr jährliches Gegengutachten zu den regierungsnahen Expertisen vor. Die erneut geforderte "Gegensteuerung" wirkt angesichts der sich verschlechternden konjunkturellen Aussichten besonders aktuell. Wir dokumentieren aus der Kurzfassung die Abschnitte 7-10, die eine alternative Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik skizzieren. Zur Analyse der Regierungspolitik (Abschnitte 1-6) vgl. die "Blätter"-Beiträge von Autoren der Arbeitspruppe, z.B. von Rudolf Hickel zur Beschäftigungsstrategie (4/2001) und zum Länderfinanzausgleich (12/2000). Die Langfassung des Memorandums erscheint als Buch im PapyRossa Verlag (Köln). Informationen zurArbeitsgruppe und zum Memorandum finden Sie unter www.memo.uni-bremen.de (Kontaktanschrift: Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik, Postfach 33 04 47, 28334 Bremen). D. Red.

Alte Grundlagen, neue Inhalte: Vollbeschäftigung als strategische Hauptaufgabe

Die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik hat seit ihren Anfängen die Position vertreten, daß die Massenarbeitslosigkeit das Grundübel und die Beschäftigung die Schlüsselfrage für die wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Entwicklung ist.

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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