Ausgabe März 2004

Sicherheitszaun mit linkem Copyright

"Ihr einziger Zweck besteht darin, das Leben der israelischen Staatsbürger zu schützen." Mit diesen Worten beschrieb Benjamin Ben-Eliezer, einstiger Vorsitzender der Arbeitspartei und Verteidigungsminister in der damaligen Großen Koalition von Ministerpräsident Ariel Scharon, jene militärische Sperranlage, die Israel seit Mitte Juni 2002 errichtet. Entlang der sogenannten "Nahtstelle" zum Westjordanland soll sie sich auf mehr als 650 Kilometern Länge hinziehen, in dicht besiedelten Gebieten in Form einer bis zu acht Meter hohen Betonmauer. Ein Drittel der offiziell als "Zaun zur Terrorprävention" bezeichneten Anlage ist bereits fertiggestellt, endgültig abgeschlossen sein soll das Projekt Ende 2005. Die geschätzten Kosten sind immens: Sie belaufen sich auf umgerechnet etwa 2,5 Mio. US-Dollar pro Kilometer und belasten den israelischen Staatshaushalt insgesamt mit mindestens 1,6 Mrd. US-Dollar.

Der Zaun, bzw. die Mauer, wird auf einem 50 Meter breiten Streifen erbaut, mit beiderseits asphaltierten Straßen sowie einem Sandstreifen, um Fußspuren zu erkennen. Beobachtungsposten und Wachtürme ergänzen das elektronische Warnsystem, Militärposten und Grenzpolizei kontrollieren die Strecke entlang des Zaunes.

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Aktuelle Ausgabe Februar 2026

In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.

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