Ausgabe Januar 2005

Wie umweltbewusst sind die Deutschen?

Im Sommer 2004 hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zusammen mit dem Umweltbundesamt eine vom Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Marburg erarbeitete Studie über das Umweltbewusstsein der Deutschen herausgegeben. 1 Für diese Studie wurde eine repräsentative Auswahl von über 2 000 Bürgerinnen und Bürgern interviewt. Teilweise griff das Interview ältere Erhebungen, die bis ins Jahr 1998 zurückreichen, auf, so dass zu diesen Fragen nun längerfristige Trends ermittelt werden konnten. In der jüngsten Befragung wurden darüber hinaus neue Schwerpunkte gesetzt, unter anderem zur Freizeitorientierung und zur Lebensqualität im Kontext von Umweltschutz. Die Studie versteht sich als Teil der Umweltberichterstattung und damit als ergänzende Veröffentlichung naturwissenschaftlicher Umweltdaten. Zuverlässige Erkenntnisse über "subjektive" Einstellungen und Werthaltungen der Menschen werden nicht nur als notwendig für eine erfolgreiche Kommunikation über Umweltfragen erachtet, sondern auch für die Entwicklung kooperativer Handlungsstrategien in der Umweltpolitik [12].

Zunächst scheint es so, als sei der Umweltschutz in der Problemwahrnehmung der Menschen wieder wichtiger geworden.

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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