Ausgabe April 2006

China: Hegemonialpolitik auf Samtpfoten

Seit einigen Monaten wird in den einschlägigen Think-Tanks und unter Nordkorea-Analytikern der wachsende Einfluss Chinas auf die nordkoreanische Wirtschaft diskutiert und die Frage aufgeworfen, welche Absichten China mit seinem zunehmenden Engagement in Nordkorea verfolgt. Historisch betrachtet haben die chinesischen Ambitionen weit zurückreichende Wurzeln.

Seit einigen Monaten wird in den einschlägigen Think-Tanks und unter Nordkorea-Analytikern der wachsende Einfluss Chinas auf die nordkoreanische Wirtschaft diskutiert und die Frage aufgeworfen, welche Absichten China mit seinem zunehmenden Engagement in Nordkorea verfolgt.

Historisch betrachtet haben die chinesischen Ambitionen weit zurückreichende Wurzeln. Korea wurde während des größten Teils seiner Geschichte durch die Dominanz des großen Nachbarn geprägt. Allerdings reichte das von 37 v.u.Z. bis 668 n.u.Z. existierende und auf dem Gebiet des heutigen Nordkorea gelegene koreanische Königreich Koguryo auch weit in die (heute zu China gehörende) Mandschurei hinein. Die heutige Grenze zwischen Nordkorea und China geht dagegen auf den 1712 zwischen der chinesischen Qing-Dynastie und dem koreanischen Königshaus geschlossenen Grenzvertrag zurück. Dieser wurde 1962 von Nordkorea und China bestätigt.

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