Ausgabe Januar 2016

Integration durch gute Arbeit

Viele der Flüchtlinge, die derzeit Deutschland erreichen, werden für längere Zeit oder sogar für immer hier bleiben. Für deren gesellschaftliche Teilhabe ist eine aktive Integrationspolitik erforderlich, das gilt insbesondere auch für den Arbeitsmarkt.

Aktuell prognostiziert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), dass im Jahr 2016 insgesamt weitere 380 000 potentielle Erwerbspersonen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen werden. Zudem wird mit einem zusätzlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit um 130 000 Personen gerechnet.[1] Viele der neuen Flüchtlinge sind sehr jung: Über 50 Prozent sind jünger als 25 Jahre; 70 Prozent unter 30 Jahren. Die berufliche Qualifikation wird insgesamt geringer als bei anderen Ausländergruppen eingeschätzt.[2]

Somit gewinnt die Frage einer erfolgreichen Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen brisante Bedeutung. Entsprechend ist die Debatte bereits in vollem Gang. Dabei wird von manchen die Einführung niedrigerer Einstiegslöhne oder gar die Absenkung des Mindestlohns ins Spiel gebracht.

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In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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