Ausgabe Juni 2025

Riskante Reparaturen am Planeten

Warum Climate Engineering erforscht und kontrolliert werden muss

Symbolbild: Climate Engineering (IMAGO / Zoonar)

Bild: Symbolbild: Climate Engineering (IMAGO / Zoonar)

Es könnte so viel besser, so viel weniger dramatisch sein. Wenn nur die Weichen in den letzten Jahrzehnten richtig gestellt worden wären – bei der Produktion von Strom, bei Heizung und Kühlung, bei der Mobilität, bei der Art des Wirtschaftens. Spätestens mit der Klimarahmenkonvention vor mehr als 30 Jahren waren die Gefahren und Risiken, die aus dem menschengemachten Klimawandel resultieren, allgemein bekannt. Dennoch steigen die weltweiten Emissionen noch immer – trotz unbestrittener Erfolge in Sachen Emissionsreduzierungen in einigen Teilen der Welt, etwa in Europa. Regelmäßig stellen Studien fest, dass die Menschheit nicht „on track“ ist und wir daher mit einer Temperatursteigerung deutlich über zwei Grad rechnen müssen. Zu den unvermeidbaren Folgen gehören immer mehr und immer schlimmere Extremwetterereignisse. Ereignisse, die viele Menschen das Leben kosten und kaum kalkulierbare Schäden auslösen können.

Ferner ist bekannt, dass es schon bei mehr als 1,5 Grad Erwärmung gegenüber dem vorindustriellen Niveau immer wahrscheinlicher wird, dass sich Erdsysteme fundamental verändern werden. Die Folgen solcher Veränderungen, die sehr anschaulich als Kipppunkte bezeichnet werden, sind erstens kaum kalkulierbar und zweitens irreversibel – jedenfalls in für Menschen relevanten Zeiträumen. Und drittens wären die Auswirkungen kaum mehr steuerbar.

»Blätter«-Ausgabe 6/2025

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In der Juni-Ausgabe deutet Andreas Püttmann den Aufstieg der Rechten als Ausdruck einer tiefgreifenden kulturellen Krise und eines entgrenzten Narzissmus. Meron Mendel plädiert für eine Pluralisierung der Erinnerungskultur, die nicht nur warnt, sondern auch verbindet. Angesichts des gegenwärtigen autoritären Umbruchs entwirft Franziska Brantner einen neuen Liberalismus, der Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zusammendenkt. Nina Kolleck erklärt, warum die Nutzung von Social Media kein Privatproblem ist und die Verantwortung für deren gravierende Folgen zuvorderst bei den Plattformbetreibern liegt. Carola Lentz würdigt die Geschichte des Goethe-Instituts und die demokratische Qualität seiner Kulturarbeit, die heute zunehmend in das Fahrwasser rauer Machtpolitik gerate. Wolfgang Zellner lotet in einer von Ordnungszerfall und Großmachtkonkurrenz geprägten Welt die Handlungsspielräume Europas aus, während Wolfgang Kaleck fragt, wie sich das Völkerrecht gegen Trump verteidigen – und weiterentwickeln – lässt.

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