Bild: Symbolbild: IMAGO / Zoonar
Hakenkreuze, Hitlergrüße, rassistische Beschimpfungen auf dem Pausenhof – neu sind diese Phänomene nicht: Bereits vor einiger Zeit haben Rico Behrens, Anja Besand und Stefan Breuer in ihrem Buch »Politische Bildung in reaktionären Zeiten. Plädoyer für eine standhafte Schule«1 zahlreiche Fälle zusammengetragen. Vor drei Jahren sorgten dann erschütternde Zustände an der Grund- und Oberschule Burg (Spreewald) für bundesweite Schlagzeilen. Die Lehrerin Laura Nickel und ihr Kollege Max Teske wandten sich in einem offenen Brief an die Medien. Sie berichteten von einem vorherrschenden rechtsextremen Gedankengut an ihrer Schule, aber auch von unzureichender Unterstützung und von Anfeindungen gegen jene, die Haltung zeigen.2
Die autoritären Versuchungen, die Wilhelm Heitmeyer bereits 2018 beschrieben hat, wirken inzwischen bis weit in die Gesellschaft hinein. Der sich auch parlamentarisch verfestigende Rechtsradikalismus verändert nicht nur die Stimmung in Jugendclubs und Sportvereinen, sondern gerade auch in Klassen- und Lehrerzimmern. Autoritäre Kräfte versuchen im direkten Kontakt wie auch über soziale Netzwerke ganz bewusst junge Menschen zu erreichen.
Wenngleich Erstwähler:innen bei der Bundestagswahl und den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg mehrheitlich noch Parteien links von der Mitte gewählt haben, gewinnen die AfD und ihr radikales politisches Vorfeld an Einfluss.