Bild: Teilnehmer mit USA-Flaggen bei der Republican Midterm Convention in Dallas, 10.9.2026 (IMAGO / Middle East Images)
Die bevorstehenden Zwischenwahlen in den USA am 3. November, bei denen das Repräsentantenhaus und ein Teil des Senats neu gewählt werden, sind ein wichtiger Stresstest für die US-Demokratie. Donald Trump beschneidet demokratische Rechte, warnt vor angeblichem Wahlbetrug und ruft doch selbst dazu auf. Vieles hängt somit davon ab, inwieweit die Amerikaner für ihre Republik und deren Regeln einstehen.
Wenn es in den Vereinigten Staaten noch einigermaßen mit rechten Dingen zugeht, dann sollten die Republikaner, die Partei des Präsidenten, bei den bevorstehenden Zwischenwahlen eine krachende Niederlage kassieren. Donald Trump ist historisch unbeliebt. Nur noch etwas mehr als ein Drittel der Bevölkerung sieht seine Präsidentschaft positiv. Eine deutliche Mehrheit lehnt nicht nur seine Person, sondern auch seine Agenda klar ab. Laut Umfragen liegen die Demokraten eindeutig vorn und könnten am 3. November zumindest das Repräsentantenhaus zurückerobern.1
Damit stehen die USA vor einer brandgefährlichen Situation, denn der Präsident und große Teile seiner Partei sind offenkundig nicht gewillt, die drohende Wahlniederlage zu akzeptieren. Trump hat immer wieder offen ausgesprochen, dass er jede demokratische Kontrolle seiner Macht für grundsätzlich illegitim halte. Mittlerweile ruft er seine Anhänger direkt zum Wahlbetrug auf.