Democracy Lecture 2019 | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Democracy Lecture 2019

der »Blätter für deutsche und internationale Politik«
in Kooperation mit der VOLKSBÜHNE Berlin

Luiz Ruffato:
»Brasilien: Der neue Faschismus?«

am 2. Mai 2019 um 19 Uhr
in der VOLKSBÜHNE Berlin

Die fünftgrößte Demokratie der Welt wird von einem Rechtsextremen regiert: Der neue brasilianische Präsident Jair Bolsonaro verherrlicht die Militärdiktatur, hetzt gegen die Opposition und forciert die Zerstörung der Natur.

In der Democracy Lecture 2019 warnt der brasilianische Schriftsteller und Journalist Luiz Ruffato vor der ausufernden Gewalt und einer dramatischen Spaltung seines Landes: Unter Bolsonaro drohe nicht weniger als ein Faschismus mit brasilianischem Antlitz.

Hat die Demokratie in Brasilien noch eine Zukunft? Und wie verändert sich dadurch Lateinamerika, das lange als Wiege eines linken Aufbruchs galt?

Im Anschluss an den Vortrag von Luiz Ruffato diskutierten mit ihm Renata Motta (FU Berlin) und Claudia Zilla (SWP). Es moderierte Kristina Dietz.

Democracy Lecture der »Blätter für deutsche und internationale Politik« in Zusammenarbeit mit der VOLKSBÜHNE Berlin.

Der brasilianischen Demokratie widmeten die »Blätter« ihre sechste Democracy Lecture – nach Thomas Piketty (2014), Naomi Klein (2015), Paul Mason (2016), Wendy Brown (2017) und Richard Sennett (2018).

 


 

Luiz Ruffato: »Brasilien: Der neue Faschismus« – Democracy Lecture 2019 der »Blätter«

 



 

Democracy Lecture der »Blätter« – Claudia Zilla, Luiz Ruffato und Renata Motta (Moderation: Kristina Dietz)

 


 

Fotogalerie

Democracy Lecture 2019

(Fotograf: Santiago Engelhardt, www.santiagoengelhardt.de)

 


 

ÜBER LUIZ RUFFATO

Luiz Ruffato wurde 1961 in Cataguases im brasilianischen Bundesstaat Minais Gerais geboren und wuchs in einer armen Migrantenfamilie auf. Er arbeitete unter anderem als Verkäufer und Schlosser und studierte Journalismus.

Im Jahr 1998 veröffentlichte er einen ersten Band mit Kurzgeschichten. Drei Jahre später folgte der Roman »Es waren viele Pferde« (Eles eram muitos cavalos), der die brasilianische Literatur revolutionierte, von der Kritik enthusiastisch aufgenommen und u.a. mit dem Prêmio Machado de Assis der brasilianischen Nationalbibliothek ausgezeichnet wurde. Eine Jury von Literaturkritikern der Zeitung »Globo« zeichnete das in mehrere Sprachen übersetzte Buch als einen der zehn besten brasilianischen Romane der letzten Dekade aus.

Zwischen 2005 und 2011 schrieb Luiz Ruffato den fünfbändigen Zyklus »Vorläufige Hölle«. Auf Deutsch erschienen bisher die vier Bände »Mama, es geht mir gut«, »Feindliche Welt«, »Teilansicht der Nacht« und »Das Buch der Unmöglichkeiten«. Ein Migrantenschicksal in Lissabon schildert der Roman »Ich war in Lissabon und dachte an dich«.

Im Jahr 2016 erhielt Ruffato den Internationalen Hermann-Hesse-Preis.

Foto: © Adriana-Vichi

 


 

LUIZ RUFFATO IN DEN »BLÄTTERN«

»Brasilien: Der neue Faschismus?«
in »Blätter« 6/2019, Seite 64-77

Am 2. Mai 2019 hielt der brasilianische Schriftsteller und Journalist Luiz Ruffato die diesjährige Democracy Lecture der »Blätter«. Vor rund 700 Zuhörerinnen und Zuhörern in der Berliner Volksbühne warnte er vor der Gefahr eines neuen Faschismus mit brasilianischem Antlitz. In den »Blättern« 6/2019 finden Sie Luiz Ruffatos Vortrag in ungekürzter Fassung sowie eine redaktionell leicht bearbeitete Fassung der anschließenden Debatte

 

»Brasilien über alles«
Der furchterregende Aufstieg des Jair Bolsonaro

in »Blätter« 3/2019, Seite 55-66

Brasiliens neuer Präsident inszeniert sich als erfahrener Soldat, politischer Außenseiter und konservativer Christ. Damit aber beschönigt der langjährige Berufspolitiker seine wenig glanzvolle, aber hoch gefährliche Biographie, so der Schriftsteller und Journalist Luiz Ruffato. Er analysiert Herkunft wie Gedankenwelt des Rechtsextremisten und warnt: Bolsonaro will das Rad der Geschichte zurückdrehen, bis in die Zeiten der Militärdiktatur.

 

Brasilien oder: Schreiben in einem verfeindeten Land
in »Blätter« 11/2013, Seite 85-88

In seiner Eröffnungsrede zur Frankfurter Buchmesse 2013 stellte sich Luiz Ruffato die Frage, was es bedeutet, Schriftsteller in Brasilien zu sein. In einem Land, das in Wahrheit nicht den bunten Klischees entspricht, sondern von tiefen Gräben durchzogen ist, in dem sich die Menschen als Fremde, ja als Feinde begegnen. Dieser Gesellschaft der Gewalt stellt Ruffato seine Utopie eines friedlichen Miteinanders entgegen.

 


 

DEMOCRACY LECTURES 2014-2018

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