Ausgabe August 2014

Auf den Trümmern des Irak: Das kurdische Dilemma

Der Vormarsch der radikal-sunnitisch-islamistischen Terrorgruppe „Islamischer Staat im Irak und (Groß-)Syrien“ (ISIS) treibt nicht nur den bereits existierenden Zerfallsprozess des Irak und die Spaltung zwischen Sunniten und Schiiten voran, sondern gefährdet die gesamte nahöstliche Region. Er könnte einen Flächenbrand und damit einen regionalen Krieg im Nahen Osten auslösen. Seit Jahresbeginn kontrolliert ISIS die Stadt Falludscha und Teile der Provinz Anbar westlich von Bagdad. Nahezu ungehindert nahm sie die zweitgrößte irakische Stadt Mossul und weitere Städte ein und attackierte die größte Ölraffinerie des Landes in Baidschi, rund 200 Kilometer nördlich von Bagdad. Nun versucht sie mit aller Gewalt, zur Hauptstadt vorzudringen. Unterstützt werden die Islamisten dabei von anderen sunnitischen Gruppen, darunter Anhänger des ehemaligen Baath-Regimes von Saddam Hussein. Zwar gelang es dem irakischen Militär, den Angriff der ISIS auf Bagdad vorerst aufzuhalten. Doch die jüngsten Eroberungen bringen ISIS ihrem Ziel näher, die von ihr kontrollierten Gebiete im Irak und in Syrien miteinander zu verbinden. Bereits Ende Juni rief ISIS hier ein islamisches Kalifat aus, zu dessen Oberhaupt sie ihren Anführer Abu Bakr al-Baghdadi ernannte. Zugleich änderte sie ihren Namen in Islamischer Staat (IS).

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Aktuelle Ausgabe Dezember 2025

In der Dezember-Ausgabe ergründet Thomas Assheuer, was die völkische Rechte mit der Silicon-Valley-Elite verbindet, und erkennt in Ernst Jünger, einem Vordenker des historischen Faschismus, auch einen Stichwortgeber der Cyberlibertären. Ob in den USA, Russland, China oder Europa: Überall bilden Antifeminismus, Queerphobie und die selektive Geburtenförderung wichtige Bausteine faschistischer Biopolitik, argumentiert Christa Wichterich. Friederike Otto wiederum erläutert, warum wir trotz der schwachen Ergebnisse der UN-Klimakonferenz nicht in Ohnmacht verfallen dürfen und die Narrative des fossilistischen Kolonialismus herausfordern müssen. Hannes Einsporn warnt angesichts weltweit hoher Flüchtlingszahlen und immer restriktiverer Migrationspolitiken vor einem Kollaps des globalen Flüchtlingsschutzes. Und die Sozialwissenschaftler Tim Engartner und Daniel von Orloff zeigen mit Blick auf Großbritannien und die Schweiz, wie wir dem Bahndesaster entkommen könnten – nämlich mit einer gemeinwohlorientierten Bürgerbahn. 

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