Katastrophenkapitalismus, Teil II | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Katastrophenkapitalismus, Teil II

Totale Entfremdung und die Revolte der Natur

von David Harvey

Eine oft geäußerte Befürchtung lautet, dass der Kapitalismus unweigerlich zu einer Umweltkrise führen wird. Das ist eine plausible, wenn auch strittige These, die unter anderem Naomi Klein vertritt.[1] Sie ist einleuchtend, weil das exponentielle Wachstum des Kapitals offenkundig eine enorme Umweltbelastung mit sich bringt. Es gibt allerdings vier wichtige Gegenargumente. Erstens ist es dem Kapital in seiner langen Geschichte immer wieder gelungen, seine ökologischen Schwierigkeiten zu lösen, egal, ob dies die Nutzung „natürlicher“ Ressourcen betraf, die Beseitigung von Schadstoffen, die Beeinträchtigung von Lebensräumen oder die Verschmutzung von Luft, Boden, Wasser.

(aus: »Blätter« 8/2015, Seite 55-67)
Themen: Ökologie, Kapitalismus und Technologiepolitik

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