Ausgabe Juni 2016

Energiesupermacht USA

Wie Barack Obama mit Fracking und Freihandel Außenpolitik betreibt

In wenigen Monaten endet die zweite Amtszeit von US-Präsident Barack Obama – Grund genug, nicht nur die Außenpolitik seines Landes noch einmal zu rekapitulieren, sondern auch die damit in engstem Zusammenhang stehende Energiepolitik. Zumal in den kommenden Monaten die globale Rolle der USA erneut im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte stehen wird: Anfang Juli treffen sich die Vertreter der Nato-Staaten in Warschau, um die langfristige Stationierung von Truppen an der russischen Westgrenze zu beschließen. Und im September jährt sich zum 15. Mal der 11. September – also jenes Datum, das den „Krieg gegen den Terror“ einleitete.

In den USA ist die Bilanzierung der „Ära Obama“ bereits in vollem Gange. In verschiedenen Beiträgen in „Foreign Affairs“, der „New York Times“ oder im Rahmen eines ausführlichen Portraits in „The Atlantic“,[1] versucht das Weiße Haus, einen deutlichen Abstand zur desaströsen Politik in Syrien und Libyen herzustellen. Der US-Präsident und sein Umfeld sind erkennbar bemüht, die jeweilige Verantwortung der damaligen Außenministerin (Hillary Clinton), des Pentagon und der Sicherheitsdienste genau zu benennen.

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In der Dezember-Ausgabe ergründet Thomas Assheuer, was die völkische Rechte mit der Silicon-Valley-Elite verbindet, und erkennt in Ernst Jünger, einem Vordenker des historischen Faschismus, auch einen Stichwortgeber der Cyberlibertären. Ob in den USA, Russland, China oder Europa: Überall bilden Antifeminismus, Queerphobie und die selektive Geburtenförderung wichtige Bausteine faschistischer Biopolitik, argumentiert Christa Wichterich. Friederike Otto wiederum erläutert, warum wir trotz der schwachen Ergebnisse der UN-Klimakonferenz nicht in Ohnmacht verfallen dürfen und die Narrative des fossilistischen Kolonialismus herausfordern müssen. Hannes Einsporn warnt angesichts weltweit hoher Flüchtlingszahlen und immer restriktiverer Migrationspolitiken vor einem Kollaps des globalen Flüchtlingsschutzes. Und die Sozialwissenschaftler Tim Engartner und Daniel von Orloff zeigen mit Blick auf Großbritannien und die Schweiz, wie wir dem Bahndesaster entkommen könnten – nämlich mit einer gemeinwohlorientierten Bürgerbahn. 

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