Chile: Aufstand im Labor des Neoliberalismus | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Chile: Aufstand im Labor des Neoliberalismus

von Sophia Boddenberg

Es war der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Als solchen betrachten die Protestierenden in Chile jene jüngste Erhöhung des U-Bahn-Fahrpreises, die einen landesweiten Aufstand ausgelöst hat. Den Anfang machten Schüler*innen, die sich Anfang Oktober mit evasiones, Protestaktionen des kollektiven Schwarzfahrens, gegen die Preiserhöhung auflehnten. Zu Hunderten sprangen sie über die Drehkreuze in den U-Bahn-Stationen in Chiles Hauptstadt Santiago. „Evadir, no pagar, otra forma de luchar“ („Schwarzfahren, nicht bezahlen, eine andere Form des Protests“), lautete ihre Parole – auf den Straßen, aber auch in den sozialen Netzwerken im Internet.

(aus: »Blätter« 12/2019, Seite 37-40)
Themen: Soziale Bewegungen, Lateinamerika und Neoliberalismus

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