Ausgabe Dezember 1990

Klimastabilisierung als Herausforderung an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Die vorliegende Stellungnahme wurde von Mitarbeitern der Arbeitsgruppe Ökologische Wirtschaftspolitik erarbeitet und bei einer Tagung der Evangelischen Akademie Bad Boll zum Thema "Ökologisches Umsteuern - Politik der Begrenzung angesichts der Klimakatastrophe" am 27. Oktober 1990 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Arbeitsgruppe ist für alle interessierten WirtschaftswissenschaftlerInnen offen, die an der Ausarbeitung von Stellungnahmen und Vorschlägen für eine ökologisch orientierte Wirtschaftspolitik mitwirken wollen. Kontaktadresse: Arbeitsgruppe Ökologische Wirtschaftspolitik, c/o Dr. Hans Diefenbacher, Kantstr. 1 a, 6800 Mannheim 1. Die Arbeitsgruppe gibt Diskussionsschriften heraus, von denen inzwischen das zweite Heft erschienen ist. Interessenten wenden sich bitte an die Kontaktadresse. D. Red.

Auf den Industriegesellschaften lastet heute die schwere Verantwortung, ein vorbildliches Modell für die globale Entwicklung sein zu müssen. Wird dieser Maßstab akzeptiert, der sich aus der Ausstrahlungskraft des industriellen Entwicklungsparadigmas fast naturwüchsig ergibt, dann steht in sämtlichen Staaten der Nordhemisphäre ein tiefgreifender ökologischer Strukturwandel an. In keinem Industriestaat der Erde nämlich existiert heute ein Zustand, der globalisierbar, das heißt auf die gesamte Welt übertragbar wäre.

Dezember 1990

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In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.

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