Ausgabe Dezember 1990

Klimastabilisierung als Herausforderung an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Die vorliegende Stellungnahme wurde von Mitarbeitern der Arbeitsgruppe Ökologische Wirtschaftspolitik erarbeitet und bei einer Tagung der Evangelischen Akademie Bad Boll zum Thema "Ökologisches Umsteuern - Politik der Begrenzung angesichts der Klimakatastrophe" am 27. Oktober 1990 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Arbeitsgruppe ist für alle interessierten WirtschaftswissenschaftlerInnen offen, die an der Ausarbeitung von Stellungnahmen und Vorschlägen für eine ökologisch orientierte Wirtschaftspolitik mitwirken wollen. Kontaktadresse: Arbeitsgruppe Ökologische Wirtschaftspolitik, c/o Dr. Hans Diefenbacher, Kantstr. 1 a, 6800 Mannheim 1. Die Arbeitsgruppe gibt Diskussionsschriften heraus, von denen inzwischen das zweite Heft erschienen ist. Interessenten wenden sich bitte an die Kontaktadresse. D. Red.

Auf den Industriegesellschaften lastet heute die schwere Verantwortung, ein vorbildliches Modell für die globale Entwicklung sein zu müssen. Wird dieser Maßstab akzeptiert, der sich aus der Ausstrahlungskraft des industriellen Entwicklungsparadigmas fast naturwüchsig ergibt, dann steht in sämtlichen Staaten der Nordhemisphäre ein tiefgreifender ökologischer Strukturwandel an. In keinem Industriestaat der Erde nämlich existiert heute ein Zustand, der globalisierbar, das heißt auf die gesamte Welt übertragbar wäre.

Dezember 1990

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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