Ausgabe April 1992

Klimaschutz braucht Taten statt großer Worte!

Vorschläge für ein Aktionsprogramm der Bundesregierung

Die vorliegende Stellungnahme wurde von Mitarbeitern der Arbeitsgruppe ökologische Wirtschaftspolitik Mitte Februar 1992 verabschiedet. Wir dokumentieren eine Kurzfassung des Papiers. Kontaktadresse: Arbeitsgruppe Ökologische Wirtschaftspolitik, c/o Dr. Hans Diefenbacher, Kantstr. 1a, 6800 Mannheim 1. - Die letzte Stellungnahme der Gruppe wurde in "Blätter", 12/1990, S. 1502 ff., dokumentiert. D. Red.

1. Eine nationale Vorreiterrolle der Bundesrepublik Deutschland im Klimaschutz ist dringender denn je

"Auf den Industriegesellschaften lastet heute die schwere Verantwortung, ein vorbildliches Modell für die globale Entwicklung sein zu müssen. Wird dieser Maßstab akzeptiert, der sich aus der Ausstrahlungskraft des industriellen Entwicklungsparadigmas fast naturwüchsig ergibt, dann steht in sämtlichen Staaten der Nordhemisphäre ein tiefgreifender ökologischer Strukturwandel an. In keinem Industriestaat der Erde nämlich existiert heute ein Zustand, der globalisierbar das heißt auf die gesamte Welt übertragbar wäre.

Im Gegenteil: Würden sich alle Nationen der Welt einen stofflichen und energetischen Umsatz leisten, wie es die Staaten 'des Nordens' tun, würde das Ökosystem Erde innerhalb weniger Jahrzehnte kollabieren.

April 1992

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