Bild: Der Solarpark Quilapilun in der Nähe von Santiago de Chile (IMAGO / Pond5 Images)
Das Timing hätte nicht besser sein können. Kaum hatten Ende April Delegierte aus 57 Staaten die weltweit erste Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen verlassen, gab es neue Hiobsbotschaften vom Ölmarkt: Zunächst erklärten die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Austritt aus der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC)1, dann schnellte der Ölpreis auf ein neues Rekordhoch von 122 US-Dollar pro Barrel. Das bedeutet noch mehr Turbulenzen auf dem Brennstoffmarkt, hohe Preise für alle, die das schwarze Gold importieren müssen, und ein Ölmarkt, der durch eine geschwächte OPEC noch unberechenbarer wird.
Es war, als hätten diese Ereignisse die Teilnehmenden der TAFF-Konferenz – kurz für Transitioning Away from Fossil Fuels – in der kolumbianischen Küstenstadt Santa Marta in ihrem Kurs bestätigt: Es lohnt sich, auf erneuerbare Energien umzusteigen und sich unabhängig zu machen von riskanten Öl- und Gaseinkäufen. UN-Klimachef Simon Stiell sprach treffend vom »fossilen Chaos«, aus dem sich die Welt endlich befreien müsse.
Gute Gründe, Öl, Gas und Kohle den Rücken zu kehren, gibt es schon lange. Da wären die Folgen der Klimakrise, die bereits heute Millionen Menschenleben gefährden, oder die schlechte Luft in Städten durch Verbrennerautos oder Kohlekraftwerke und daraus folgende massive Gesundheitskosten.