Durch die deutsche Vereinigung, den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbruch in den osteuropäischen Staaten und die bevorstehende Vollendung des EG-Binnenmarktes haben sich auch die Rahmenbedingungen für die Verkehrspolitik stark verändert. U.a. aus diesen Gründen gehen sämtliche Prognosen über die Entwicklung des Verkehrsaufkommens von hohen Wachstumsraten aus - dies sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr. Die für ein solches Verkehrswachstum unzureichende Infrastruktur auf der einen Seite und die immer stärker anwachsenden Umweltbelastungen durch den Verkehrssektor andererseits haben die Binnenschifffahrt im Bereich des Güterverkehrs wieder stärker in den Mittelpunkt der Diskussion gerückt. Eine Folge davon ist, daß für den Ausbau und den Erhalt der Wasserstraßen stärker als in der Vergangenheit Mittel bereitgestellt werden sollen - und dies nicht nur auf deutscher, sondern auch auf europäischer Ebene. Hier arbeiten die Europäischen Gemeinschaften an der "Entwicklung" eines europäischen Binnenwasserstraßennetzes. Vor diesem Hintergrund sind auch die Planungen für den Ausbau der Elbe zu einer vollschiffbaren Wasserstraße zu sehen. Ziel der Schiffahrtslobby ist es, daß Schiffe mit 2,80 m Tiefgang und einer Länge von 110 m (Großmotorgüterschiffe) bzw.
In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.