Ausgabe September 1996

In eigener Sache

Das Sommerloch fand in diesem Jahr nicht statt – jedenfalls nicht für die „Blätter“. Die Erklärung namhafter Wissenschaftler und Publizisten zugunsten der Zeitschrift – „Es ist an der Zeit, sich für die Blätter zu engagieren. Die Republik braucht dieses Forum.“ – und der Brief des Fördervereinsvorsitzenden Karlheinz Koppe an die Leserinnen und Leser mit der Bitte um Unterstützung haben Wirkung gezeigt. Und das in einem Zeitraum des Jahres, der in puncto Abo-Entwicklung traditionell zu den kritischeren zählt.

In den Jahren 1992 bis 1995 endeten die Monate Mai bis August mit einem Negativsaldo von jeweils ca. 100 Abonnements. 1996 dagegen gab es vom 15. Mai bis zum 15.August 255 Neuabonnements und einen Saldo von plus 142. Beim „Blätter“-Förderverein gingen Spenden in Höhe von 20.571,80 DM ein.

Wir danken allen, die uns unterstützt haben: den Neuabonnenten, den Spendern und jenen, die auf andere Art die „Blätter“ unterstützen. Uns gibt das Auftrieb weiterzumachen. Denn trotz des positiven Trends – über den Berg sind wir noch längst nicht.

September 1996

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Aktuelle Ausgabe Februar 2026

In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.

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