Ausgabe Februar 1997

Zukunftsfähige Landwirtschaft

Grundsätze einer natur- und sozialgerechten Agrarpolitik

Die Landwirtschaft ist die nützlichste aller Künste. Adam Smith. Die bisherige Agrarpolitik hat ihre ökologischen, volkswirtschaftlichen und sozialen Aufgaben nicht erfüllt. Die Situation der Lebensmittelerzeugung ist für Verbraucher, Landwirte und Steuerzahler unbefriedigend. Verbraucherinnen und Verbraucher sehen sich mit zunehmenden Schadstoffbelastungen der Lebensmittel konfrontiert. Rückstände von Pestiziden in Nahrungsmitteln und Trinkwasser, die Belastung von Fleisch mit Hormonen, Antibiotika, Leistungsförderern und Medikamenten sowie der Nachweis von Salmonellen, Desinfektionsmitteln und Nikotin in Eiern haben zu einer erheblichen Verunsicherung geführt. Während der Lebensmittelverarbeitung kommen Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker hinzu. Es gibt kaum noch Zweifel, daß die rapide Zunahme ernährungsbedingter Krankheiten in einem direkten Zusammenhang mit diesen Schadstoffrückständen und künstlichen Zusatzstoffen steht.

Der Einzug der Gentechnik in die Ernährungsindustrie und die landwirtschaftliche Produktion löst zusätzliche Ängste aus, zumal gentechnisch veränderte Nahrungsmittel nicht eindeutig gekennzeichnet werden müssen.

Februar 1997

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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