Ausgabe April 2000

Zur Logik des militärischen Humanismus

Zu den prominentesten Kritikern des NATO-Verhaltens im Fall Kosovo gehört Noam Chomsky. Schon im vergangenen Sommer hatte der Querdenker vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) unter dem Titel "New Military Humanism: Lessons of Kosovo" eine zornige Abrechnung vorgelegt. In diesen Tagen erscheint das Buch in französischer Übersetzung bei Page Deux (CP 34, CH 1000 Lausanne 20). Das Nachwort nutzte Chomsky jetzt zu einem Rückblick auf die Begründungsmuster der NATO-Operation "Allied Force ", deren Logik er in minuziöser Auseinandersetzung mit den seither dokumentierten Fakten seziert. Mit freundlicher Genehmigung des Verfassers veröffentlichen wir, in eigener Übersetzung, eine kürzere deutsche Version. - D. Red.

Nachdem die Wogen sich geglättet haben, sollte es eigentlich möglich sein, unaufgeregt Rückschau auf den Kosovokrieg der NATO zu halten.

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Aktuelle Ausgabe Juli 2020

In der Juli-Ausgabe beleuchten der Historiker Ibram X. Kendi und die Soziologin Keeanga-Yamahtta Taylor die lange Tradition rassistischer Gewalt in den USA – und zeigen Wege aus dem amerikanischen Albtraum auf. Der Soziologe Gary Younge und der Journalist Marvin Oppong richten den Blick auf den Rassismus und die Polizeigewalt in Europa. Der Journalist Michael Pollan legt die brutale Effizienz der Lebensmittelindustrie offen – die uns alle buchstäblich krank macht. Und »Blätter«-Redakteur Albrecht von Lucke analysiert den steilen Aufstieg Markus Söders inmitten der Coronakrise - und dessen Chancen, nächster Bundeskanzler zu werden.

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