Ausgabe Juli 2000

Konzepte für die Zukunft der Streitkräfte.

Gemeinsame Sicherheit und Zukunft. Bericht der Weizäcker-Kommission vom 23. Mai 2000 (Auszüge)

Nach ziemlich genau einem Jahr Arbeit hat die Kommission unter Leitung des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker ihre Vorschläge zur Reform der Bundeswehr unterbreitet. Doch Rudolf Scharping, der diese Wehrstrukturkommission eingesetzt und mit einem Auftrag ausgestattet hatte, will ihr nun in entscheidenden Punkten nicht folgen. Der Verteidigungsminister legte am 1. Juni sein eigenes Konzept vor. Wir dokumentieren die zentralen Kapitel beider Papiere in Auszügen. (Vgl. auch den Kommentar von Jürgen Rose in diesem Heft sowie zum Thema Frauen in der Bundeswehr den Beitrag von Mechtild Jansen, Männer Macht Militär, im Februarheft.) - D. Red.

Gemeinsame Sicherheit und Zukunft der Bundeswehr.

III. Auftrag und Folgerungen

[...]

AUFTRAG

63. Im Jahre 1992 hat die Bundesregierung den Auftrag der Bundeswehr wie folgt formuliert: Die Bundeswehr - schützt Deutschland und seine Staatsbürger gegen politische Erpressung und äußere Gefahr; - fördert die militärische Stabilität und die Integration Europas; - verteidigt Deutschland und seine Verbündeten; - dient dem Weltfrieden und der internationalen Sicherheit im Einklang mit der Charta der Vereinten Nationen; - hilft bei Katastrophen, rettet aus Notlagen und unterstützt humanitäre Aktionen.

64.

Sie haben etwa 4% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 96% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1€)
Digitalausgabe kaufen (10€)
Anmelden

Weitere Artikel zum Thema Krieg und Frieden

Uganda vor dem Putsch des Löwen?

von Johanna-Marie Lange

Es war kurz nach Mitternacht Ende Juni, als Soldaten das Gebäude der Nation Media Group in Ugandas Hauptstadt Kampala stürmten und den wichtigsten unabhängigen Fernsehkanal NTV abschalteten. Auch die älteste und größte unabhängige Tageszeitung »Daily Monitor« wurde geschlossen.

Putins Geschäft mit der Verzweiflung

von Sophie Tiedemann

In Russland könnte angesichts der schwierigen militärischen Lage in der Ukraine im Herbst eine Generalmobilmachung bevorstehen – ein Szenario, das Wladimir Putin bisher vermieden hat. Stattdessen setzte er vor allem auf hohe Anwerbeprämien – und den Einsatz tausender Menschen aus dem Globalen Süden.