Ausgabe April 2001

Nordirland: Guns & Government

IRA erneuert Abrüstungsbereitschaft - BBC bombardiert - 50 Anschläge auf katholische Familien im Januar - Clinton in Ulster: Hoffnung auf Paketlösung - Nordirlands Premier verhängt Sanktionen - Militante Protestanten killen sich gegenseitig - Der erste Blick in die Waffenlager: Nordirische Politik elektrisiert vom Angebot der IRA - Verhandlungen festgefahren - Nordirlands Regierung vor dem Aus - Warten auf die "Entwaffnung in den Köpfen" Kritische Zeiten in Ulster... Schlagzeilen aus einem Jahr Friedensprozess in Nordirland, vom März 2001 aus rückwärts gelesen. Geht es auch vorwärts im Norden der grünen Insel?

Psychische Blockaden, politische Krisen und immer wieder neue Formen der Gewalt begleiten die schwierige Umsetzung des Karfreitagsabkommens, das Ostern vor drei Jahren von einer beachtlichen nordirischen Mehrparteienkoalition verabschiedet und später von einer breiten Bevölkerungsmehrheit im Norden und Süden Irlands in Referenden begrüßt wurde. Einiges spricht zwar dafür, dass es in Nordirland - anders als im Nahen Osten - weder zu einer "Kündigung" der vertraglichen Grundlagen noch zu einer vergleichbaren Eskalation der Gewalt kommen wird. Aber man hört immer häufiger das Wort "fudge" zur Beschreibung des Abkommens, was so viel bedeuten soll wie zu weich bzw. vage, um die strittigen Fragen zu lösen.

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In der Januar-Ausgabe warnt der Journalist Alexander Hurst vor einem drohenden Bürgerkrieg in den USA, sollte Donald Trump eine Abwahl in einem Jahr nicht akzeptieren. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die Hindu-Nationalisten die innere Vielfalt Indiens bekämpfen und selbst vor kriegerischen Mitteln nicht halt machen. »Blätter«-Redakteurin Julia Schweers beleuchtet den Generationenkonflikt, der in Afrika zu einer dritten kontinentalen Protestwelle führen könnte. Der Soziologe Mathias Greffrath fordert die Abkehr vom Mantra des ständigen Wachstums, um dem »Zeitalter der Verwüstung« ein Ende zu setzen. Und »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik analysiert die antisemitische Kontinuität von der DDR bis ins heutige Ostdeutschland.

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