Ausgabe Juli 2001

Bioethische Signale

Über die Wiederentdeckung der Menschenwürde

Auf einmal kennt unsere Politik keine Parteien mehr. Der Fraktionszwang ist aufgehoben. Ausnahmsweise sollen die Mitglieder des Hohen Hauses nur die Stimme ihres Gewissens sprechen lassen. Abgeordnete verschiedener Parteien beleben ein übergreifendes "Bündnis Menschenwürde". (Auf solch ein Bündnis hätten wir in Sachen Rente zum Beispiel lange warten können.) Man rühmt die ehrbaren Motive von Forschem und versichert Verständnis für die individuellen Gewissensnöte von werdenden Eltern, die Gesellschaft "drumherum" aber kommt bestenfalls am Rande vor. Alle reden von Bioethik, von Bioökonomie so gut wie keine(r). Alle reden vom naturwissenschaftlichen Fortschritt, kaum eine(r) von den gesellschaftlichen Rückschritten. Und ständig grüßt das Grundgesetz.

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Aktuelle Ausgabe Februar 2020

In der Februar-Ausgabe warnen die ehemaligen US-Politiker Ernest J. Moniz und Sam Nunn vor einem erneuten Wettrüsten zwischen Russland und den USA. Hans-Gerd Marian und Michael Müller von den NaturFreunden Deutschlands legen die braunen Linien der deutschen Umweltbewegung offen. Der Vorsitzende der SWP, Volker Perthes, fragt nach den Auswirkungen der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran – auch und gerade für Europa. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die regierenden Hindu-Nationalisten Millionen Menschen zu Staatenlosen machen und so ein neues Kastensystem schaffen könnten. Und der Stadtforscher Paul Chatterton skizziert die Zukunft der klimaneutralen, nachhaltig produzierenden Stadt.

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