Ausgabe Mai 2002

Genug ist genug

Erklärung von Präsident George W. Bush im Rosengarten des Weißen Hauses am 4. April 2002 (Wortlaut)

Im Verlauf von einer Woche hat sich die Situation im Nahen Osten dramatisch verschlechtert. Am Mittwoch berichtete mir mein Sondergesandter Anthony Zinni, dass wir unmittelbar vor einem Waffenstillstandsabkommen stehen, das palästinensische und israelische Menschenleben gerettet hätte. Diese Hoffnung wurde zunichte gemacht, als Terroristen eine Gruppe unschuldiger Menschen in einem Hotel in Netanya angriffen und viele Männer und Frauen töteten. Der Terror fordert einen immer höheren Tribut. In den inzwischen vergangenen Tagen hat die Welt mit wachsender Besorgnis den Horror der Bombenanschläge und Beerdigungen sowie das erschreckende Bild von Panzern auf den Straßen beobachtet. Auf der ganzen Welt trauern die Menschen um die Israelis und Palästinenser, die ihr Leben verloren haben. Wenn ein 18jähriges palästinensisches Mädchen überredet wird, sich selbst in die Luft zu sprengen und dabei ein 17jähriges israelisches Mädchen tötet, stirbt die Zukunft selbst - die Zukunft des palästinensischen Volks und die Zukunft des israelischen Volks.

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Aktuelle Ausgabe Februar 2020

In der Februar-Ausgabe warnen die ehemaligen US-Politiker Ernest J. Moniz und Sam Nunn vor einem erneuten Wettrüsten zwischen Russland und den USA. Hans-Gerd Marian und Michael Müller von den NaturFreunden Deutschlands legen die braunen Linien der deutschen Umweltbewegung offen. Der Vorsitzende der SWP, Volker Perthes, fragt nach den Auswirkungen der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran – auch und gerade für Europa. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die regierenden Hindu-Nationalisten Millionen Menschen zu Staatenlosen machen und so ein neues Kastensystem schaffen könnten. Und der Stadtforscher Paul Chatterton skizziert die Zukunft der klimaneutralen, nachhaltig produzierenden Stadt.

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