Ausgabe April 2003

Schöne neue Welt

Europäische und transatlantische Bruchlinien (Blätter-Gespräch)

Knapp sechs Monate nach der Bundestagswahl 2002 führten die „Blätter“ ein bilanzierendes Gespräch mit Micha Brumlik und Claus Leggewie über die innere und äußere Situation, in der das Land sich heute befindet. Die beiden Mitherausgeber der Zeitschrift hatten im August- und Septemberheft 2002 teilweise konträre Einschätzungen der Vorwahlkonstellation veröffentlicht. Der in diesen Märztagen geradezu quecksilberartige Zustand der internationalen Politik veranlasste die Gesprächspartner, sich für diese Ausgabe auf die Erörterung der weltpolitischen Konstellation, ihrer Bruchlinien, der Anzeichen neuer Konfigurationen zu konzentrieren. Der Text wurde am 10. März abgeschlossen. Micha Brumlik, Profesor für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Universität Frankfurt a. M., ist Direktor des Fritz-Bauer-Instituts ebendort. Claus Leggewie, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Gießen, leitet das Zentrum für Medien und Interaktivität. Das Gespräch führten Karl D. Bredthauer und Martin Reeh. - D. Red.

Blätter: Die gegenwärtige Regierung steht im Verdacht, die Bundesrepublik international isoliert zu haben. Speziell dem Kanzler wird der Vorwurf gemacht, er habe einen ehernen Grundsatz, den er selber nach dem 11.

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Aktuelle Ausgabe Januar 2020

In der Januar-Ausgabe warnt der Journalist Alexander Hurst vor einem drohenden Bürgerkrieg in den USA, sollte Donald Trump eine Abwahl in einem Jahr nicht akzeptieren. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die Hindu-Nationalisten die innere Vielfalt Indiens bekämpfen und selbst vor kriegerischen Mitteln nicht halt machen. »Blätter«-Redakteurin Julia Schweers beleuchtet den Generationenkonflikt, der in Afrika zu einer dritten kontinentalen Protestwelle führen könnte. Der Soziologe Mathias Greffrath fordert die Abkehr vom Mantra des ständigen Wachstums, um dem »Zeitalter der Verwüstung« ein Ende zu setzen. Und »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik analysiert die antisemitische Kontinuität von der DDR bis ins heutige Ostdeutschland.

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