Ausgabe April 2003

Wege aus der kommunalen Finanzmisere

Die Finanzlage der Kommunen Deutschlands, die schon seit längerem im Argen lag, hat in den letzten Jahren katastrophale Ausmaße angenommen. Dabei zeigt sich eine Scherenbewegung: Während die Einnahmeseite massiv schrumpft, nehmen die ausgabenwirksamen Aufgaben rapide zu – und dies trotz einer Einsparpolitik, die das kommunale Dienstleistungsangebot bedrohlich schrumpfen lässt.

Die Finanzlage der Kommunen Deutschlands, die schon seit längerem im Argen lag, hat in den letzten Jahren katastrophale Ausmaße angenommen. Dabei zeigt sich eine Scherenbewegung: Während die Einnahmeseite massiv schrumpft, nehmen die ausgabenwirksamen Aufgaben rapide zu – und dies trotz einer Einsparpolitik, die das kommunale Dienstleistungsangebot bedrohlich schrumpfen lässt. Allein im Jahr 2001 belief sich die Deckungslücke auf 4 Mrd. Euro. Anfang der 90er Jahre war in Folge der deutschen Vereinigung die Schuldenfinanzierung allerdings noch höher. Nachdem Mitte der 90er Jahre die kommunalen Haushalte ein durchschnittliches Finanzierungsdefizit von 7 Mrd. Euro aufwiesen, schlugen die Städte und Gemeinden einen massiven Konsolidierungskurs ein. Dieser ging zu Lasten von Investitionen und Personalausgaben. Nach Überschüssen in 1998 und 1999 mit 2,4 bzw. 1,9 Mrd. Euro wiesen die Kommunen 2001 jedoch erneut wieder ein Minus von 4 Mrd. Euro aus. Für das Jahr 2002 betrug das Defizit knapp 9 Mrd. Euro.

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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