Ausgabe Juli 2004

Energiewende oder business as usual?

Nach der Bonner Konferenz für Erneuerbare Energien

Die Dramaturgie hätte besser nicht sein können: Pünktlich zur internationalen Konferenz für erneuerbare Energien, die vom 1. bis zum 4. Juni 2004 in Bonn stattfand, 1 waren der Rohölpreis und damit auch die Preise an den Tankstellen auf einen Höchststand geklettert.

Die Dramaturgie hätte besser nicht sein können: Pünktlich zur internationalen Konferenz für erneuerbare Energien, die vom 1. bis zum 4. Juni 2004 in Bonn stattfand, 1 waren der Rohölpreis und damit auch die Preise an den Tankstellen auf einen Höchststand geklettert. Das Bekenntnis, dass in der Nutzung der erneuerbaren Energien die Zukunft der Menschheit liege, ist Politikern wohlfeil, und das seit vielen Jahren. Dennoch kennzeichnet die Diskussion häufig eine eigentümliche Mischung aus Resignation und Aufbruchstimmung. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergie-Einsatz betrug in der Bundesrepublik im Jahre 2003 nur 3,1 Prozent - allerdings wurde die Drei-Prozent-Marke erstmals überschritten. Insbesondere in Anbetracht des hohen Energieverbrauchs insgesamt bedeutet dieser geringe Anteil jedoch, dass auf absehbare Zeit weiterhin sehr große Mengen an nicht erneuerbaren Energie-Ressourcen benötigt werden.

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