Ausgabe Januar 2008

Kapital, mal sozial

Ob Acker- oder Mannesmann, Siemens oder VW – nahezu täglich werden die Bürgerinnen und Bürger mit neuen Fällen von Versagen oder gar Kriminalität von Managern konfrontiert. Mit der von Franz Müntefering kreierten Heuschrecken- Metapher, wonach Fonds und Unternehmer, ständig im Dienst am shareholder value, das Land systematisch abgrasen und eine Wüste hinterlassen, hat sich das Bild vom unweigerlich unmoralischen Kapitalisten in den Köpfen der Verbraucher fast schon zementiert. Umweltverschmutzung, menschenunwürdige Produktionsbedingungen in den Produktionsstätten der sogenannten Dritten Welt, Minderbezahlung in heimischen Produktionsstätten und Korruption scheinen zur Normalität bei großen Unternehmen zu gehören.

Die Reaktionen der Verbraucher sind zwiespältig: Zum einen reagieren sie mit Gleichgültigkeit und Resignation, zum anderen aber nimmt die Zahl jener zu, die die Produkte der in die Negativschlagzeilen geratenen Unternehmen boykottieren, die sich an Protestkampagnen beteiligen und die die allgemeine Achtung von Umwelt- und Sozialstandards sowie mehr Transparenz fordern.

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Aktuelle Ausgabe Februar 2020

In der Februar-Ausgabe warnen die ehemaligen US-Politiker Ernest J. Moniz und Sam Nunn vor einem erneuten Wettrüsten zwischen Russland und den USA. Hans-Gerd Marian und Michael Müller von den NaturFreunden Deutschlands legen die braunen Linien der deutschen Umweltbewegung offen. Der Vorsitzende der SWP, Volker Perthes, fragt nach den Auswirkungen der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran – auch und gerade für Europa. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die regierenden Hindu-Nationalisten Millionen Menschen zu Staatenlosen machen und so ein neues Kastensystem schaffen könnten. Und der Stadtforscher Paul Chatterton skizziert die Zukunft der klimaneutralen, nachhaltig produzierenden Stadt.

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