Ausgabe September 2008

Mit Robin Hood aus der Krise

Wie schnell der Wind sich doch drehen kann: Noch in ihrem jüngsten Frühjahrsgutachten hatten die beteiligten Wirtschaftsinstitute trotz eines Wachstumsrückgangs gegenüber dem letzten Jahr von 1,8 auf 1,4 Prozent einen sehr robusten Aufschwung für das kommende Jahr vorausgesagt. Doch dieser Konjunkturoptimismus ist mittlerweile massiven Abschwungsängsten gewichen. Das Ifo-Institut aus München bezeichnet die Auftragseingänge der Unternehmen, die seit drei Monaten rückläufig sind, gar als „grottenschlecht“.

Tatsächlich ist das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal dieses Jahres erstmals wieder seit knapp vier Jahren preis- und saisonbereinigt um einen halben Prozentpunkt gesunken. Die Wachstumskurve zeigt also eindeutig nach unten. Wie aber lässt sich dieser plötzliche Umschwung in einen deutlichen Abwärtstrend erklären?

Zwei Ursachenbündel sind bei der Antwort auf diese Frage zu unterscheiden: Drei eher exogene Belastungen treffen auf zwei länger angelegte interne Ursachen, nämlich eine an Kraft verlierende Exportwirtschaft, während die Binnenwirtschaft die konjunkturelle Führungsrolle nach wie vor nicht übernehmen kann.

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Aktuelle Ausgabe Januar 2020

In der Januar-Ausgabe warnt der Journalist Alexander Hurst vor einem drohenden Bürgerkrieg in den USA, sollte Donald Trump eine Abwahl in einem Jahr nicht akzeptieren. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die Hindu-Nationalisten die innere Vielfalt Indiens bekämpfen und selbst vor kriegerischen Mitteln nicht halt machen. »Blätter«-Redakteurin Julia Schweers beleuchtet den Generationenkonflikt, der in Afrika zu einer dritten kontinentalen Protestwelle führen könnte. Der Soziologe Mathias Greffrath fordert die Abkehr vom Mantra des ständigen Wachstums, um dem »Zeitalter der Verwüstung« ein Ende zu setzen. Und »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik analysiert die antisemitische Kontinuität von der DDR bis ins heutige Ostdeutschland.

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