Ausgabe Dezember 2011

Die Grenzen des Kapitalismus

Eine demokratische Wirtschaftslogik denken

Der globale Kapitalismus durchlebt gerade seine tiefste Krise seit der Großen Depression. Und obwohl antikapitalistische Bewegungen, wie sie noch vor einigen Jahren aktiv waren, mehr oder weniger verschwunden sind, gibt es derzeit, wie die Proteste in Griechenland, Spanien, Frankreich und Italien zeigen, einige Anzeichen für neue oppositionelle Kräfte. Mit der steigenden Anzahl von Menschen, die ihre Jobs, ihre Ersparnisse und ihre Häuser verlieren und gezwungen werden, über Alternativen nachzudenken, dürfen wir schließlich auch wieder mehr Opposition erwarten. Doch was heißt es, dem Kapitalismus Widerstand zu leisten und nach Alternativen zu suchen?

In den antikapitalistischen Bewegungen der letzten Jahre war es nicht ganz klar, was Antikapitalismus eigentlich bedeutet. Wir können verschiedene Formen des Antikapitalismus anhand ihres Verständnisses von der Vereinbarkeit von Kapitalismus und Demokratie unterscheiden.

Auf der einen Seite gibt es jene, für die Demokratie mit einem reformierten Kapitalismus kompatibel ist. In diesem handeln große Unternehmen sozial und zeigen sich gegenüber der öffentlichen Meinung verantwortlich; bestimmte Sozialleistungen werden anstatt durch den Markt durch öffentliche – oder zumindest durch öffentlich kontrollierte – Körperschaften erbracht.

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Aktuelle Ausgabe Januar 2020

In der Januar-Ausgabe warnt der Journalist Alexander Hurst vor einem drohenden Bürgerkrieg in den USA, sollte Donald Trump eine Abwahl in einem Jahr nicht akzeptieren. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die Hindu-Nationalisten die innere Vielfalt Indiens bekämpfen und selbst vor kriegerischen Mitteln nicht halt machen. »Blätter«-Redakteurin Julia Schweers beleuchtet den Generationenkonflikt, der in Afrika zu einer dritten kontinentalen Protestwelle führen könnte. Der Soziologe Mathias Greffrath fordert die Abkehr vom Mantra des ständigen Wachstums, um dem »Zeitalter der Verwüstung« ein Ende zu setzen. Und »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik analysiert die antisemitische Kontinuität von der DDR bis ins heutige Ostdeutschland.

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