Ausgabe Juli 2011

Fußball als Männerbund

Die Rolle der Frau in der Fußballkultur

Mit dem Anpfiff des offiziellen Auftaktspiels zwischen Deutschland und Kanada am 26. Juni hat die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen endlich das ihr gebührende mediale Interesse erobert. In der Tat gibt es in dieser Hinsicht nach wie vor großen Nachholbedarf. Denn obwohl in der Bundesrepublik rund eine Million Frauen und Mädchen in Vereinen Fußball spielen und die deutsche Nationalmannschaft von Titel zu Titel stürmt, fokussiert sich das Interesse der Medien nach wie vor einseitig auf den Männerfußball.

Die Ursache dieser Schieflage liegt indes keineswegs nur bei den Medien. Denn das aufgrund der WM im eigenen Lande aufflammende Interesse kann nicht kaschieren, dass der Frauenfußball gerade als Zuschauersport immer noch längst nicht so viel Anziehungskraft entwickelt wie der der Männer. Während zu den Bundesligabegegnungen der Männer zehntausende Zuschauer ins Stadion kommen, locken die Partien der Frauen-Bundesliga regelmäßig nur wenige hundert Besucher in die Stadien. Dem Zuschauerinteresse entsprechend dominieren Männer diesen Sport auch mit Blick auf die Bekanntheit und Gehälter der Spieler.

Mit dieser Fixierung auf den Männerfußball gehen anhaltende Ausschlussmechanismen gegenüber Frauen einher, auch und gerade in weiten Teilen der aktiven Fanszene.

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