Ausgabe März 2019

Die fünf Klimawandel

Progressive Politik in Zeiten des Umbruchs

Die Menschheit bewegt sich derzeit auf einem schmalen und brüchigen Grat, hin zu etwas völlig Neuem. Allerdings liegen Weg und Ziel heute noch im Nebel. Fest steht bloß: Das alte Wohlstandsversprechen der industriellen Gesellschaft, nach dem es den eigenen Kindern einmal besser gehen sollte als einem selbst, trägt nicht mehr. Jahrzehntelang geltende Grundkonstanten sind ins Wanken geraten und weitere Umbrüche zeichnen sich ab. Die Widersprüchlichkeit der aktuellen Veränderungen schürt berechtigte Hoffnungen auf eine bessere Zukunft und stellt sie zugleich in Frage. Begriffe wie digitale oder auch nachhaltige Revolution beschreiben den aktuellen Prozess jedoch nur unzureichend, denn es finden derzeit mehrere Umbrüche gleichzeitig statt, die in ihrer tektonischen Kraft jede für sich schon gewaltiges Potential bergen – sowohl zum Guten als auch zum Schlechten. Speziell im Kampf gegen die Klimakrise zeigt sich eine erschütternde Behäbigkeit: Während Forschung und Wissenschaft seit Jahrzehnten warnen, bleiben die notwendigen politischen Reformen aus.

Was also folgt? Rutschen wir ab in eine Klima-Katastrophe, durch die Hunderte von Millionen Menschen ihre Heimat verlieren werden? Auch im Fall der digitalen Revolution kann kaum jemand ihr Ausmaß und ihre Auswirkungen heute konkret vorhersagen.

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Aktuelle Ausgabe Januar 2020

In der Januar-Ausgabe warnt der Journalist Alexander Hurst vor einem drohenden Bürgerkrieg in den USA, sollte Donald Trump eine Abwahl in einem Jahr nicht akzeptieren. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die Hindu-Nationalisten die innere Vielfalt Indiens bekämpfen und selbst vor kriegerischen Mitteln nicht halt machen. »Blätter«-Redakteurin Julia Schweers beleuchtet den Generationenkonflikt, der in Afrika zu einer dritten kontinentalen Protestwelle führen könnte. Der Soziologe Mathias Greffrath fordert die Abkehr vom Mantra des ständigen Wachstums, um dem »Zeitalter der Verwüstung« ein Ende zu setzen. Und »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik analysiert die antisemitische Kontinuität von der DDR bis ins heutige Ostdeutschland.

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