Ausgabe März 2023

Über demokratische Beredsamkeit in unmenschlichen Zeiten

Sir Winston Churchill bei seiner ersten Rede als Premierminister vor dem Unterhaus, 13.5.1940 (IMAGO / United Archives International)

Bild: Sir Winston Churchill bei seiner ersten Rede als Premierminister vor dem Unterhaus, 13.5.1940 (IMAGO / United Archives International)

Im Jahr 1988, kurz bevor er im Januar 1989 Mitherausgeber der „Blätter“ wurde, erhielt Walter Jens – wie auch seine Frau Inge Jens – den Theodor-Heuss-Preis. In der Begründung heißt es: „Walter Jens wird für sein hervorragendes Lebenswerk als radikal-demokratisch engagierter Schriftsteller und entschiedener, immer wieder unbequemer Mahner für aufgeklärtes politisches Denken und humanes politisches Handeln ausgezeichnet. Dabei hat er sich der verbreiteten Behauptung eines unüberbrückbaren Gegensatzes zwischen Geist und Macht in unserer Gesellschaft nie gebeugt. Vielmehr versucht er, durch öffentliche Reden und sein persönliches Engagement zu politischem Handeln anzustiften, das zum Frieden, zur aufgeklärten Toleranz und Gerechtigkeit beitragen soll.“ Die Dankesrede von Walter Jens ist von bemerkenswerter Aktualität, weshalb wir sie hier in ungekürzter Form dokumentieren. Unser herzlicher Dank geht an die Theodor-Heuss-Stiftung in Stuttgart (www.theodor-heuss-stiftung.de) für die Erlaubnis zum Nachdruck. – D. Red.

Blood, toil, tears and sweat – Blut, Mühsal, Tränen und Schweiß: Mehr habe er der Regierung, dem Parlament und dem Volk nicht zu bieten, erklärte Winston Churchill am Pfingstmontag, dem 13.

»Blätter«-Ausgabe 3/2023

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