Autorinnen und Autoren Achim Engelberg

Biographie von Achim Engelberg

Achim Engelberg, geb. 1965 in Berlin, Dr. phil., Historiker, Journalist und Buchautor.

Im Folgenden finden Sie sämtliche »Blätter«-Beiträge von Achim Engelberg.

Achim Engelberg in den »Blättern«

Der planetarische Klassiker aus Ostberlin

Als am 10. November 1989 die Massen auf dem Ku‘damm feierten, flog Heiner Müller für eine Veranstaltung nach New York und erlebte so, fast zufällig, die Tage nach dem Mauerfall in den USA. Als die Welt tatsächlich auf diese Stadt Berlin schaute, in der ein Großteil seines Werks entstanden war, wo er als Grenzgänger zwischen Ost und West internationale Bekanntheit erlangt hatte, gab er vor dem Hintergrund des ikonischen Wolkenkratzerwalds Interviews. Darin sprach er davon, dass ein fingierter Sozialismus ohne bürgerliche Freiheiten den realen Kapitalismus nicht überwinden kann.

Der Kampf um die Weltmacht

Am 11. September wird er 80 Jahre alt, der scharfsinnige Perry Anderson. Wer die Eigenart dieses britischen Historikers näher begreifen will, sollte sein Werk mit dem von Eric Hobsbawm (1917-2012) vergleichen. Im Zentrum von Hobsbawms vielgestaltigem Oeuvre steht eine epische, vierbändige Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

Das Zeitalter der Niederlagen

„Ich schreibe seit über achtzig Jahren. Zuerst Briefe, dann Gedichte, Reden, später Geschichten, Aufsätze und Bücher, nun diese Skizze.“ Es ist der erste Satz in „Ein Geschenk an Rosa“, des letzten abgeschlossenen Buchs des vor einem Jahr gestorbenen britischen Schriftstellers, Malers und Booker-Prize-Trägers John Berger.

Keiner oder alle

Wer sich von den Stereotypen der Nachrichten, von den leerlaufenden Talkshows befreien will, der lese – wieder – Heiner Müller. „Für alle reicht es nicht. Texte zum Kapitalismus“ sind die beste Einführung in sein großes Werk und zudem hoch aktuell.

Im Fadenkreuz der Geopolitik

Vor drei Jahren, am 21. November 2013, begannen die Proteste auf dem Maidan Nesaleschnosti, dem Unabhängigkeitsplatz, in Kiew, die alsbald den Namen Euromaidan tragen sollten. Euromaidan deshalb, weil zuvor die ukrainische Regierung die kurz vor dem Abschluss stehenden Assoziierungsverhandlungen mit der EU abgebrochen hatte, was Tausende wütender Menschen auf die Straße trieb.

Der monströse Zauberberg

Spätestens seit dem Roman „Die Elenden von Lódz´“ (2009) gehört Steve Sem-Sandberg zu den prägnantesten Autoren Europas. Seitdem wird gefragt, ob der 1958 geborene Schwede nicht eine literarische Rekonstruktion des Ghettos unter der Naziherrschaft wagt, die nur Zeitzeugen erlaubt sein sollte.

Amerika – Ein Land im Abendlicht

Der niederländische Publizist Geert Mak fuhr am 50. Jahrestag der Reise John Steinbecks auf der dadurch klassisch gewordenen Route quer durch die Vereinigten Staaten – Amerika nicht nur mit der Seele suchend, sondern auch mit dem Verstand. Bereits sein viel gelesenes „In Europa – Eine Reise durch das 20.

Die größten Storys des 20. Jahrhunderts

Wenn heute unter Eingeweihten von Tony Judt die Rede ist, wird das Bild des großen Historikers, der mit dem Erscheinen seiner Geschichte Europas endgültig aus dem engen Kreis der Fachwissenschaftler ins Rampenlicht einer internationalen Öffentlichkeit getreten war, unweigerlich von seinem tragischen Tod überlagert: Auf dem Höhepunkt seines Schaffens traf ihn die unheil

Kassandra aus Kiew

Oksana Sabuschko ist eine der markantesten Stimmen Osteuropas, eine Vermittlerin zwischen Zeiten und Kulturen. Aus einer Dissidenten-Familie im sowjetischen Kiew stammend, musste sie als Heranwachsende erleben, wie der KGB ihren Vater brutal verhaftete und dieser kurz danach starb.