Ernst Jünger als Stichwortgeber der Cyberlibertären
Bild: (IMAGO / Zoonar)
Wie passt das alles zusammen? Ausgerechnet der Silicon-Valley-Elite liegen völkische Rechte zu Füßen, ausgerechnet am Ultralibertären Elon Musk hat die autoritäre AfD einen Narren gefressen. Hier sauberes Deutschtum, naturbelassene Bratwurst und Butzenscheiben – dort intergalaktische Raketen, Gehirnchips und Künstliche Intelligenz. Und während die Tech-Libertären nach den Sternen greifen, graben die Völkischen auf dampfender Scholle nach Tiefe und Ursprung. Zu allem Überfluss kommen die neuen Freunde auch noch aus den Vereinigten Staaten, von denen rechtsnationale Geister behaupten, die „raumfremde Macht“ habe – Stichwort Westbindung – Deutschland seines kulturellen Wurzelgrunds beraubt.
Keine Frage, auf den ersten Blick handelt es sich um eine strategische Allianz mit kurzer Halbwertzeit. Beide, die Völkischen wie die Libertären, haben dasselbe Hassobjekt, genannt das „alte System“. Die herrschende politische Klasse unterdrücke wahlweise die technologische Freiheit (US-Version) oder den freien Willen des Volkes (deutsche Version). Zum Glück, so frohlockt man hüben wie drüben, habe mit Donald Trump der Auszug aus der Knechtschaft begonnen: Die säkulare Stagnation ist vorbei, langsam kehrt das Leben in die Gesellschaft zurück und zaubert den Menschen ein Lächeln ins Gesicht. Damit, könnte man meinen, enden die transatlantischen Gemeinsamkeiten und die Geister scheiden sich wieder. Die Tech-Libertären träumen von der „Götterdämmerung“ des Staates; sie wollen ihn maximal minimieren und seine Verwaltung auf wenige Kernbereiche zurückschneiden. Unbedingt expandieren sollen dagegen die astronomisch teuren Weltraumprojekte.[1] „Wir glauben“, schreibt der Softwareentwickler und Investor Marc Andreessen in seinem techno-optimistischen Manifest, dass „die ultimative Aufgabe der Technologie darin besteht, das Leben sowohl auf der Erde als auch auf den Sternen zu fördern“.[2] Dieser galaktische Größenwahn ist der völkischen Rechten eher fremd. Sie operiert geistig in Bodennähe und will den Mars auf Erden. Anders als die Ultralibertären hasst sie den Staat nicht, im Gegenteil, sie kann gar nicht genug vom ihm bekommen. Nachdem sie den liberalen Alt-Staat mit der Kettensäge zerkleinert hat, will sie ihn mit Glanz und Gloria als irdischen Gott neu zusammenbauen. Glaubt man einem AfD-Programmplaner, dann ist Deutschlands Zukunft – die nationalreligiöse Einheit aus Macht und Metaphysik – schon heute zu besichtigen. Sie liegt tief im Osten, im Reich des Wladimir Putin, der Garantiemacht gegen liberale Dekadenz. Putins heiliges Moskau ist das Dritte Rom. Ein Viertes werde es nicht geben.[3]
Vom theokratischen Fiebertraum der Staatsanbeter führt ideengeschichtlich erst einmal kein Weg ins Silicon Valley. Und doch fällt auf, dass Europas Rechtsintellektuelle gelegentlich die politische Nahkampfzone verlassen und futuristische Fantasien entwickeln. In Italien zum Beispiel beweisen Georgia Melonis Flügeladjutanten, dass sie durchaus in der Lage sind, die nahe und die ferne Zukunft gleichzeitig zu bearbeiten. Mit der einen Hand treiben sie den autoritären Umbau der Verfassung[4] voran, mit der anderen fördern sie opulente Ausstellungen über den Futurismus und seinen ästhetischen Führer, den Superhelden Filippo Tommaso Marinetti.[5] Dass die aufwendigen Inszenierungen lediglich die erloschene Liebe zur Technik neu entflammen sollen, darf man bezweifeln. Näher liegt die Vermutung, dass der Neofuturismus eine Brücke ins Silicon Valley schlagen und eine programmatische Lücke der Rechten füllen soll, ihren Mangel an technophilosophischen Zukunftsentwürfen. Der Plan scheint aufzugehen. Der bekennende Monarchist und Self-Made-Philosoph Curtis Yarvin hat bereits angeklopft und möchte seinen italienischen Freunden gern unter die Arme greifen. Auch könne er sich vorstellen, auf der Biennale in Venedig den amerikanischen Pavillon zu kuratieren, einen Titel hat er schon: „The Home Coming of DOGE and the Museum of Dark Enlightenment“. Bei dieser Gelegenheit, frohlockt der dunkle Aufklärer in einem Video, könne man die woke Kunstszene kurzerhand im Canal Grande ertränken. Eine Riesenwelle – und schwups, weg ist sie.[6]
Ernst Jünger oder: Der Mensch als Bildertier
Dass technische Revolutionen alte politische Ziele neu belichten, ist historisch nichts Neues. Wie Andres Veiel in seinem Dokumentarfilm über Leni Riefenstahl zeigt, hat die faschistische Intelligenz vor hundert Jahren gleichsam intuitiv die Möglichkeiten der neuen bild- und funktechnischen Erfindungen erkannt. Anders als für altkonservative Romantiker waren Radio und Kino für sie kein Teufelszeug, sondern ein fantastisches Instrument, um die kollektive Einbildungskraft zu infiltrieren und die Massen mit loyalitätssichernden Mythen abzufüttern. Hypermoderne Technik und völkische Politik standen nicht im Gegensatz zueinander, sie waren vielmehr komplementäre Mittel, um in den mentalen Tiefenschichten des „Volkes“ eine verlässliche Unterwerfungsbereitschaft zu verankern und Subjekt und System manipulativ zu verschalten.
Nicht zufällig war es der Schriftsteller und politische Aktivist Ernst Jünger (1895-1998), der dem faschistischen Menschenführungsprogramm entscheidende Stichworte lieferte. Medien- und technikbegeistert wie er war, betrachtete er den Menschen als Bildertier, das aufgrund seines dominanten Sehsinns ständig mit visuellem Stoff versorgt werden müsse. Für Jünger, bis heute der geistige Übervater der Rechten, waren subjektive Weltverhältnisse in erster Linie nicht kognitiv und begrifflich, sondern imaginär und symbolisch; Menschen hungern nicht nach abstrakten Normen, sondern nach konkreter Anschauung; sie verlangen nicht nach kritischem Geist, sondern nach orientierenden Mythen, die ungewisse Umwelten instinktanalog stabilisieren. Für Jünger bedeutete dies: Sobald im Tierreich des Menschen die bildgestützte Sinnsicherung versagt, drohen Ausbrüche von Irrationalität und archaischer Panik. Vor allem die futuristischen Potenziale der technischen Moderne erwiesen sich als Quelle permanenter Weltangst und politischer Lähmung. Folgerichtig kam für Jünger alles darauf an, die Kluft zwischen der Affektlage furchtsamer „Massen“ und dem evolutionären Stand der Technik mit Hilfe von konsolidierenden Mythen zu schließen und aufkommende Urängste künftig stillzustellen. In abgemilderter Form verteidigen noch seine späten Romane dieses Programm. In „Eumeswil“ (1977) zum Beispiel beglückt Jünger seinen Helden Manuel Venator mit einem Vergangenheitskino, „Luminar“ genannt. Wann immer sein trauriger Held nach Trübsalsminderung verlangt, sucht er die Bildmaschine auf und lässt sich von historischen Bildern verzaubern.
So seltsam es klingen mag – von diesen Spekulationen sind die MAGA-nahen Stoßtruppen des Silicon Valley gar nicht so weit entfernt. Zwar artikuliert sich ihr Interesse an den intellektuellen und künstlerischen Bewegungen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts eher „unterirdisch“, doch immerhin, es gibt sie. Marc Andreessen zum Beispiel verneigt sich vor dem italienischen Futurismus und ernennt Marinetti („Schönheit existiert nur noch im Kampf“) zu seinem Kronzeugen. Elon Musk wiederum empfiehlt, kein Witz, die Lektüre von Jüngers Flammenwerferprosa „In Stahlgewittern“, den Tagebüchern aus dem „Höllenrachen“ des Ersten Weltkrieges. Weitaus besser allerdings würde Jüngers „Der Arbeiter – Herrschaft und Gestalt“ in sein ideologisches Portfolio passen. Die Programmschrift aus dem Jahr 1932 ist nämlich keine soziologische Studie, sie handelt nicht von Arbeitern und ihren Kämpfen. Ihr Thema ist die Überwindung des „verwesenden“ Liberalismus durch die „totale Mobilmachung“ der Technik und die kommende „organische Gemeinschaft“. In schneidend scharfen Formulierungen entwirft Jünger im „Arbeiter“ die Vision einer Hypermoderne, die jenseits des archimedischen Punktes des Humanen agiert und nur ein Ziel hat: die Verschmelzung von Mensch, Mythos und Maschine. Einzig und allein diese Art sozialer Integration sei in der Lage, den Stahlgewittern der Zukunft standzuhalten. Elon Musk denkt heute genauso.
Vom Krieger zum Arbeiter
Jünger transformiert den Krieger aus dem Ersten Weltkrieg in den soldatischen Arbeiter, der sich kampf- und opferbereit im „eisigen Feuer“ der Gegenwart bewährt. Das neue Subjekt ist kein weinerliches bürgerliches „Individuum“ mehr, sondern ein schmerzbefreiter galvanisierter „Typus“, der die süße Fäulnis der wilhelminischen Dekadenz ebenso verachtet wie die Hirngespinste der Linken. Anders als die woken kulturprotestantischen Philister jammert der „stahlharte Schlag“ auch nicht über die disruptive Gewalt der Technik, sondern nimmt sie mit „heroischem Realismus“ freudig in den Dienst. Jüngers Arbeiter ist keine Krämerseele. Statt „Frieden und Sicherheit“ zu fordern, bewährt er sich „jenseits der alten Zweifel“[7] als hochwertiges Humanmaterial mit effizientem Willen zur Macht. Er will den Tiger reiten und hat weder Angst vor der Angst noch Angst vor dem Opfer. „Das tiefste Glück des Menschen besteht darin, daß er geopfert wird.“
Jünger, einer der Totengräber der Weimarer Republik, ist von dem Gedanken besessen, die Technik sei „Symbol einer übergeordneten Macht“ oder, wie man heute sagen würde: die Hervorbringung der Evolution. Natürlich machen Wissenschaftler verblüffende Entdeckungen und Ingenieure fabelhafte Erfindungen. Doch die Bedingung der Möglichkeit von technowissenschaftlichem Fortschritt verdankt sich in Jüngers Augen etwas Tieferliegendem – sie verdankt sich der geheimnisvollen Kreativität eines unbeweglichen „Mittelpunktes“, der hinter „den dynamischen Übermaßen der Zeit“ die „Maschinenwelt“ befeuert. „Technik und Natur sind keine Gegensätze – werden sie so empfunden, so ist dies ein Zeichen dafür, dass das Leben nicht in Ordnung ist.“ Nach der Pointe des Satzes muss man nicht lange suchen. Wenn sowohl das Humane als auch das Technisch-Mechanische Ausformungen („Sonderungen“) derselben evolutionären Kraft sind, dann gehört die Trennung von „Mensch“ und „Maschine“ auf den Gedankenfriedhof der Moderne. Die Unterscheidung von Bio-Systemen und Techno-Systemen wäre ebenso eine alteuropäische Selbsttäuschung wie die Trennung von „Wachsen“ und „Machen“, von „natürlich gegeben“ und „künstlich gemacht“. Aus dieser naturalisierenden Perspektive ergibt sich das heimliche Ziel der Evolution von selbst: Es ist die organische Kopplung von Mensch und Technik in einem transhumanen Ganzen, beispielsweise bei einem japanischen Kamikazetorpedo, der von einem Soldaten ins Ziel gesteuert wird und explodiert.[8] Im Vergleich dazu sind Elon Musks Verschmelzungsfantasien zwar erfreulich unblutig, doch auch er definiert die Mensch-Maschine-Kopplung als Fluchtpunkt der Evolution. Sein Unternehmen Neuro-Link experimentiert mit einer Hirn-Computer-Synthese; das Fernziel ist eine göttliche Superintelligenz, die einlöst, was die Religion auf Erden bloß versprechen konnte: das ewige Leben.
Der Investor und Trump-Unterstützer Peter Thiel (Paypal, Palantir) hat das liberaldemokratische Amerika einmal als „Ancien Régime“[9] bezeichnet, als eine, so muss man ihn verstehen, multimorbide, technik- und zukunftsfeindliche Gesellschaft. Auch Ernst Jünger wünschte einen Regimechange und weinte dem Ancien Régime der bürgerlichen Republik keine Träne nach. Es gehört „zu den Kennzeichen einer neuen Zeit, dass in ihr die bürgerliche Gesellschaft […] zum Tode verurteilt ist. […]. Dies bedeutet nicht weniger als den Angriff auf alles, was dem Bürger das Leben kostbar macht.“[10] Mit Genugtuung protokolliert er den Verfall des verhassten Liberalismus; mit analytischer Kälte vermerkt er, dass die „Mobilmachung der Materie“ die Demokratie („Mangel an Herrschaft“) dauerhaft zerrüttet und den Gang der Geschichte beschleunigt hat. Je „mehr die Atome aus ihren Gefügen gelockert sind, desto geringer der Widerstand gegen eine organische Konstruktion der Welt“.
Als wolle er von sämtlichen Hoffnungen der Vergangenheit erlöst werden, feiert Jünger die Verflüchtigung der christlichen „Seele“ und den „Auflösungsprozess am Individuum“: Unscharf geworden sei die Grenze zwischen Leben und Technik, die „alte Unterscheidung zwischen mechanischen und organischen Mächten versagt“, schon streife der bürgerliche Habitus das Lächerliche. Was an biologischer Natürlichkeit noch übrig bleibe, das beseitige der Liberalismus selbst: Jeder könne persönlich „seinem Geschlechtscharakter kündigen, ihn also durch eine einfache Eintragung in die Standesregister bestimmen oder ändern“. Liberale Üblichkeiten, zum Beispiel demokratische Wahlen, wirkten nun ebenso überholt wie der Glaube an das rationale Subjekt.
Beschleunigung der Beschleunigung – die halbierte Moderne
Dass das Ende des Humanismus und der „alten Mächte“ epidemische Ängste freisetzt, räumt Jünger gern ein. Doch Anarchie und Chaos, beruhigt er, seien untrügliche Vorboten des Kommenden und vom „geheimen Mittelpunkt“ der Geschichte in Szene gesetzt. „Wir wissen, dass der Umkreis der Zerstörung einen geheimen Mittelpunkt besitzt, von dem aus sich der scheinbar chaotische Vorgang der Unterwerfung der alten Mächte vollzieht.“ Und so schaut der prophetische Seher mit „stereoskopischem Blick“ über die Trümmerlandschaft seiner Gegenwart und erkennt die fernen Umrisse einer neuen Ordnung. Und dann notiert Jünger einen Satz, der ebenso gut von Elon Musk, Peter Thiel, Marc Andreessen oder anderen Tech-Futuristen stammen könnte: Es gelte nun, „die Wucht und Geschwindigkeit der Prozesse zu steigern, in denen wir begriffen sind“. Move fast and break things.
Ernst Jüngers Futurismus, könnte man mit etwas Übertreibung sagen, ist das missing link zwischen den europäischen Rechten und Amerikas Cyberlibertären aus dem MAGA-Lager. Auch sie sind Akzelerationisten und wollen die Beschleunigung beschleunigen; auch sie halbieren die Moderne, das heißt, sie fetischisieren ihre technischen Möglichkeiten, während sie die demokratische und kulturelle Moderne geringschätzen. Und wie vor ihnen Ernst Jünger, so identifizieren sie die Einheit aus Technik und Natur kurzerhand mit der „Wahrheit“ des Lebens selbst. Als habe er zu viel im „Arbeiter“ gelesen, verrührt Marc Andreessen in seinem Manifest sämtliche Schlüsselreizwörter zu einem techno-evangelikalen Glaubensbekenntnis: „Wir glauben an die Romantik der Technologie […]. Wir glauben an den Wettbewerb, weil wir an die Evolution glauben. Wir glauben an die Evolution, weil wir an das Leben glauben. Wir glauben an die Wahrheit.“
Für Politiker und Investoren ist die Botschaft, jede technische Neuerung sei ein dankbar anzunehmendes Geschenk der Evolution, ausgesprochen praktisch. Die zeitnahe Umsetzung durch prometheische Genies versteht sich dann von selbst und bedarf keiner weiteren Rechtfertigung. Schon Jünger war diese Legitimationsfigur vertraut, auch er war brennend daran interessiert, technischen Fortschritt unkonditioniert zustimmungspflichtig zu machen und gesellschaftlicher Kontrolle zu entziehen. Zudem wollte er konservative Skeptiker metapolitisch auf seine Seite bringen und dazu überreden, den Windmühlenkampf gegen die technische (nicht aber gegen die emanzipatorische) Moderne aufzugeben. Entsprechend lautete Jüngers Lockvogelangebot an alle Bedenkenträger: Helft mit, den Liberalismus („Weimar!“) mit Hilfe der technischen Revolution so lange unter Druck zu setzen, bis er kollabiert und sich ein konservatives Versprechen erfüllt: die Remythisierung der Welt. Diese Idee, die Überbietung der Moderne bei gleichzeitiger Rückkehr in die von kultischen Praktiken geprägte Vormoderne, ist das programmatische Herz des „Arbeiters“. Jünger will die Entfremdung von Mensch und Technik so weit über sich hinaus treiben, bis sie in eine „organische Gemeinschaft“ umschlägt, deren Mitglieder sich ihren technischen Mitteln „mit jener naiven Sicherheit verwachsen (fühlen), mit der sich das Tier seiner Organe bedient“.
Affirmativer Technikkult statt kritischer Subjektivität
Ihr integratives Zentrum hat die neue Welt demnach nicht in Demokratie und Rechtsstaat, in Öffentlichkeit und kritischer Subjektivität, sondern im affirmativen technischen Kult. Im Kult werden Freiheit und Gehorsam identisch; ohne kritische Gegenregung sind die Einzelnen mit dem System synchronisiert und wollen instinktiv das, was sie wollen müssen. Um in diese Zukunft einzutreten, müsse man nur seine bürgerlichen Vorbehalte über Bord werfen und die Ankunft des Neuen bedingungslos bejahen. Heute ist es der milliardenschwere Marc Andreessen, der in seinem techno-optimistischen Manifest alle Angsthasen auffordert, sich für die Adaption des Unvermeidlichen zu öffnen. „Es ist Zeit, ein Techno-Optimist zu sein […]. Jeder mit einer positiven Einstellung und einem Laptop kann einen Beitrag leisten.“
Ohne ideengeschichtliche Parallelen überstrapazieren zu wollen, so ist es doch bemerkenswert, dass Andreessen denselben Gegner ins Visier nimmt wie einst Ernst Jünger. Beiden sind jene Zeitgenossen ein Dorn im Auge, die Zweifel am techno-evolutionären Fortschritt säen und sich weigern, dessen Segnungen als alternativlosen Teil einer sinnvollen Gattungsgeschichte zu begreifen. Für Andreessen, der Friedrich Hayek, Milton Friedman und den Rechtsradikalen Nick Land zu seinen Schutzheiligen zählt, sind bereits Menschen verdächtig, die Begriffe wie „Risiko“, „Vorsorgeprinzip“, „soziale Verantwortung“, „Nachhaltigkeit“, „Vertrauen und Sicherheit“, „Tech-Ethik“ oder „Grenzen des Wachstums“ in den Mund nehmen. „Unser Feind“, heißt es in seinem Manifest, „ist die Entschleunigung, der Rückgang des Wachstums, die Entvölkerung – der nihilistische Wunsch unserer Eliten nach weniger Menschen, weniger Energie und mehr Leid und Tod.“ Kein Wunder, dass Andreessen linke Universitäten als Brutstätte des Ungeistes ausgemacht hat. Mit ihrer Mischung aus Technikfeindschaft, Ausländerfreundlichkeit und DEI-Programmen (Diversity, Equity, and Inclusion) seien sie schuld an der „massenhaften Demoralisierung“ der USA und dem Mangel an Innovationen. Wer Sabotage an Amerikas Zukunft betreibe, der verdiene „die bürokratische Todesstrafe“.[11]
Benevolente Alleinherrscher anstelle der Demokratie
Wie Andreessen, so empört sich auch Peter Thiel über Amerikas „Stillstand“, auch er beklagt die Lücke zwischen einem angeblich überkritischen gesellschaftlichen Bewusstsein auf der einen und den grandiosen, aber ungenutzten Möglichkeiten der Technik auf der anderen Seite. Thiel, kurz gesagt, reklamiert ein Synchronisierungsdefizit zwischen Subjekt und Maschine. Aus diesem Grund warnt er unablässig vor Apokalyptikern und Empörungsunternehmern, die Ängste zum Glühen bringen und den Teufel des Weltuntergangs an die Wand malen. Offenkundig hat Thiel Angst vor der Angstkommunikation; er fürchtet, dass die Panik vor einem Atomkrieg oder einer ökologischen Katastrophe („Harmagedon“) irrationale Reaktionen freisetze und mentale Blockaden gegenüber dem technischen Fortschritt aufbaue. Als seien die Warner schlimmer als die von ihnen beschworene Gefahr, bezeichnet er Umweltschützer als Erscheinung des „Antichrist“, als das Böse unter der Maske des Guten. Angesteckt vom ideologischen Fieber der zwanziger Jahre, bringt Thiel sogar dasselbe Begriffspaar wie Ernst Jünger in Anschlag: „Frieden und Sicherheit“ sei ein heuchlerisches Versprechen, es sei das Trojanische Pferd, mit dem sich der Antichrist Zutritt zur Öffentlichkeit verschaffe, um einen linkstotalitären „Eine-Welt-Staat“ („One World or None”) zu errichten, eine globale Wohlstandsdiktatur mit Überwachungskomponente. Vorformen des Welteinheitsstaates gebe es bereits, Thiel nennt die Vereinten Nationen, ferner die WHO, die WTO und die Europäische Union.[12] Als Sofortmaßnahme schlägt er vor, die Aufhalter des Fortschritts selbst aufzuhalten, also den Antichristen zu bekämpfen.[13] Allerdings sei das herkömmliche politische Betriebssystem, die Demokratie, mit dieser Aufgabe überfordert. Wie sein ehemaliger Kommilitone, der Girard-Schüler Paul Leslie, gezeigt hat, sollen stattdessen benevolente Alleinherrscher, zum Beispiel ein neuer Alexander der Große, den Gordischen Knoten durchschlagen und eine innovationsfreundliche Ordnung durchsetzen, diesmal vermutlich ohne den Antichristen.[14] Dass der Tech-Vordenker Curtis Yarvin seit Jahren ein Rebranding des Königtums betreibt, passt ins Bild. „I don’t believe in voting at all.“[15]
Remythisierung als Programm
Worin besteht der nächste Schritt? Was passiert, nachdem alle Widerstände gebrochen sind und die Technofuturisten freie Bahn haben? Ernst Jünger, der erstaunlicherweise schon 1951 von einem „Allsprecher“ fantasierte, einer Art Smartphone, hoffte darauf, die Kluft zwischen Subjekt und Maschine schließen zu können, genauer gesagt: Er setzte auf einen brauchbaren Menschentyp, der sich der Technik in mythischer („naiver“) Fraglosigkeit bedient so wie „das Tier seiner Organe“. Weil Jünger, durchaus realistisch, die Moderne als chronischen Kriegszustand empfand, sollten beruhigende Erzählungen allfällige Ängste einfangen, während heroische Erzählungen den Einzelnen stabilisieren sollten und ihm die Selbsteinpassung ins System erleichtern.
Es war der Schriftsteller Botho Strauß, der dieses Remythisierungsprogramm aktualisiert und für die digitale Revolution passend gemacht hat. Wie der von ihm maßlos bewunderte Jünger versteht er technische Neuerungen ebenfalls als Entäußerung eines unsichtbaren „Geistes“, eines verborgenen All-Einen und „Jenseits-jetzt“.[16] „Geist und Materie [sind] im empfindlichsten Bereich nicht zu trennen“, ihr „uralter Gegensatz [muss] als aufgehoben gelten“.[17] Auch Strauß naturalisiert die Technik, auch für ihn besteht das Ziel der Evolution in der Verschmelzung von Biologie und technischer Prothese: „Die Technik konstruiert immer organischer und konvergiert am Ende mit der Natur.“[18] Doch wie in Jüngers Fantasiegelände, so stolpert auch bei Strauß ein Störenfried durchs Naturschauspiel der Zivilisation – es ist das „autonome Subjekt“, jener Besserwisser und Neinsager, der sich mit grundlosem Hochmut weigert, in vorlaufender Demut in sein Schicksal einzuwilligen. Strauß ist nicht schüchtern darin, mit militantem Antihumanismus das Erbe der Aufklärung abzuwickeln und als geistesgeschichtlichen Sondermüll zu entsorgen. Das „kritische Subjekt“, behauptet er, existiere nicht, es sei „die frechste Lüge der Vernunft“[19], eine von biochemischen Prozessen erzeugte Fiktion – das autonome Ich sei nur ein „artiger Höfling unter dem absoluten Souverän der Neuronenherrschaft“. Wie in der Welt von Jünger, so ist auch der instinktarme Straußsche „Höfling“ extrem sinnbedürftig und leidet unter einer „theozoologischen Lücke“, die unablässig mit symbolischem Stoff gefüllt werden müsse. Linke Utopien und andere Verirrungen kommen für die Sinnbewirtschaftung naturgemäß nicht infrage; stattdessen empfiehlt Strauß Bilder aus dunkler Vorzeit sowie Geschichten aus historisch vorbildlichen Epochen, mit deren Hilfe sich die Welt neu verzaubern lasse. „(G)edächtnisstützende Maschinen“, so prophezeit er, legen künftig digitale „Schaltkreise“ zwischen „Einst und Jetzt“, versorgen imaginationsbedürftige Wesen mit überzeitlichem Sinn und remythisieren die Verhältnisse. „Data-Glove und Runenholz: die künstliche Hand, ausgestattet mit den empfindlichsten Sensoren, die lesende Haut berührt die düsteren Zeichen der Vorzeit.“ Auch „vielerlei Altertümer“ könnten in die Gegenwart „berufen“ werden; sie „kontemporieren willfährig mit uns, die wir längst keine Archäologen mehr sind, sondern Veranstalter, Inszenatoren von Gleichzeitigkeit“.
Mitgefühl als »die größte Schwäche der westlichen Zivilisation«
„Vielerlei Altertümer“, „Schaltkreise“ zwischen „Einst und Jetzt“? Auch die „dunklen Aufklärer“ der amerikanischen Rechten haben den Archäofuturismus entdeckt und verstehen sich als „Inszenatoren von Gleichzeitigkeit“.[20] Ihre Referenzepoche ist ebenfalls die Antike, es ist das explizit heidnische, noch nicht vom christlichen Woke-Mind-Virus infizierte Römische Reich. MAGA-Republikaner, die für Donald Trump eine dritte Amtszeit fordern („Third Term Project“), zeigen den Präsidenten bereits als künftigen Cäsar („For Trump 2028 and beyond …“[21]). Auch Elon Musk, der Mann mit dem römischen Gruß, küsst antiken Herrschern die Füße und macht das, wovon radikale Rechte träumen: Der „Imperator des Mars“ remythisiert mit seinen KI-generierten Videos die Zustände, sein Vorbild ist der Diktator Sulla, zur einführenden Lektüre empfiehlt er Cäsars „Gallischen Krieg“. Sogar die Fantasy-Bilder der künftigen Mars-Kolonisierung sind in römisches Fake-Ambiente getaucht, als wolle Elon Musk auf dem Planeten ein tausendjähriges Reich errichten.[22]
Zu dieser Antikensehnsucht passt auch seine marmorkalte Bemerkung, das Mitgefühl sei „die größte Schwäche der westlichen Zivilisation“[23] – darwinistischer hätte es Ernst Jünger nicht sagen können. Wolfgang Ullrich[24] und Roland Meyer[25] haben jüngst den Kern dieser archäofuturistischen Propaganda freigelegt: Es handele sich um die zynische Glorifizierung staatlicher Gewalt in einer von martialischen Männern und hypersexualisierten Frauen bevölkerten Neoantike, in der nur ein Gesetz gelte – das Recht des Stärkeren.
Dass die Ästhetisierung von Kampf und Feindschaft mit dem Weltbild von Pete Hegseth korrespondiert, wird also kein Zufall sein. Auch der US-„Kriegsminister“ besitzt eine Schwäche für starke Herrenmenschen und unterscheidet scharf zwischen „vollblütigen Alpha-Männern“ und weibischen „Weicheiern“, die „ihre natürlichen männlichen Instinkte für Ehre unterdrücken“.[26] Erkennbar dient Hegseths maskulinistische Identitätspolitik der Austreibung des woken Moralmenschentums, das Amerika angeblich gegenüber seinen Widersachern geschwächt habe. Historikern wird die Beschwerde bekannt vorkommen. Schon kaiserliche Römer führten Klage darüber, die Moralisierung von Politik durch christliche Gutmenschen treibe das Imperium in den Untergang. Mit Feindesliebe und der Abschaffung des Blutopfers sei kein Staat zu machen.
Gegen die wachsweichen Bürgerkinder – unfähig zur römischen Tat
Ist die Feier toxischer Männlichkeit bloß rechte Folklore? Nur die fällige Reaktion auf das virtue signaling der Linken? Bei Ernst Jünger („Der Krieg ist unser Vater“) kann man lernen, dass die Forderung nach „heroischem Realismus“ von Anfang an mit einem „mannhaften“ Erziehungs- und Abrichtungsprogramm verbunden war. Jünger hatte Nietzsches Kulturkritik, vorneweg dessen Polemik gegen den „Letzten Menschen“, mit der Muttermilch eingesogen und später nationalrevolutionär nachgeschärft; er hasste wachsweiche Bürgerkinder, die sich – unfähig zur römischen Tat – vor der Medusa des Fortschritts feige in die Büsche schlagen. Weil in der Geschichte kein Rosenwasser versprüht, sondern Blut vergossen wird, kurz: weil die Härte der Welt nur durch Härte gemeistert werden könne, müsse der Bürger seine soziomoralischen Sensibilitäten opfern und sich in einen zivilen Kämpfer verwandeln.
Zufall oder nicht: Auch Marc Andreessen fordert in seinem futuristischen Manifest, dass „wir uns bewusst und systematisch in die Art von Menschen verwandeln müssen, die die Technologie voranbringen“. Auch er zitiert Nietzsche und klagt über die Allgegenwart von risikoscheuen „Letzte(n) Menschen“. „Unser Feind ist der Letzte Mensch von Friedrich Nietzsche.“ Vom kreativen, sich selbst erfindenden Subjekt des Neoliberalismus ist hier nicht mehr die Rede; benötigt werden die smarten Harten mit einem virilen Kern. „Wir glauben an Ehrgeiz, Aggression, Beharrlichkeit, Unerbittlichkeit – an Stärke.“
Normative Abwägungen sind in diesem Programm unerwünscht, die imperative Anwendung „naturwüchsiger“ Technik ersetzt die demokratische Entscheidung. Es war übrigens Jürgen Habermas, der schon 1968 hellsichtig die Befürchtung äußerte, eine von Steuerungsfantasien verhexte Tech-Elite könne eines Tages auf die Idee kommen, sie könne die Gesellschaft ebenso unter Kontrolle bringen wie die äußere Natur. So unrealistisch dies „derzeit“ auch sei, so läge der „kybernetische Wunschtraum einer instinktanalogen Selbststabilisierung von Gesellschaft“ durchaus auf der Entwicklungslinie des technodeterministischen Bewusstseins. Hinter solchen Wunschträumen vermutete Habermas die Absicht, menschliches Verhalten von einem an Sprache „gebundenen Normensystem abzuhängen und stattdessen durch unmittelbar physische oder psychologische Beeinflussung in selbstregulierte Subsysteme des Mensch-Maschine-Typus zu integrieren“.[27]
Technik und Subjekt als organische Einheit
Ohne Anzeichen von demokratischer Beunruhigung hat sich Botho Strauß die künftige Welt einmal als neoantiken „Akrolog“ ausgemalt, als „überspannende[s] Zelt der Netze“.[28] Im endzeitlichen Zielgebiet der digitalen Evolution, notiert er im Jahr 1992, verwandele sich die funktional differenzierte Moderne zurück in einen homogenen Kult. Gewiss, einige Abweichungen und Andersheiten würden sich querstellen und zu behaupten versuchen, doch die kybernetische Maschine werde sie allesamt „an die Kette nehmen“. „Der technische Kult frisst auf Dauer jede Regung kritischer Differenz. Noch einmal begegnet uns das Große Tier des Platon“, jetzt hockt es „als das Ganze in der Künstlichkeit“. Und nun kommt’s: Nach dem europäischen Faschismus sei der Akrolog der zweite Versuch, Technik und Subjekt instinktanalog zu einer organischen Einheit zu verschmelzen und mit dem Mythos zu synchronisieren. „Faszination durch die technische Erfindungskraft im gleichen Zug mit mythischer Rückbindung und Vereinfachung der Gefühle, das war ein Kennzeichen des europäischen Faschismus“, so Strauß, „eine verfrühte, gefährliche Berührung unter naiven, vorkybernetischen Bedingungen, so daß man, wenn es nicht so seelenlos klänge, vermuten möchte, daß Grauen und politischer Größenwahn nicht zuletzt der Unangepaßtheit dieser Mächte, der nicht geschlossenen Kluft zwischen Mythos und Technik entstieg. Man war einfach nicht im technischen Stande, zwischen beiden reibungslos zu synchronisieren. Gleichwohl wird die Konjunktion ein weiteres Mal entstehen, sie wird vielleicht der entscheidende Versuch des Akrologs sein.“
Weniger zurückhaltend gesagt: Faschismus ist der Endsieg der Evolution.
[1] Douglas Rushkoff, Prepper mit Milliarden: Das Mind-Set der Tech-Elite, in: „Blätter“, 2/2025, S. 79-86.
[2] Marc Andreessen, The Techno-Optimist Manifesto, a16z.com, 16.10.2023.
[3] So Dimitrios Kisoudis, der Grundsatzreferent für den AfD-Parteivorsitzenden Tino Chrupalla in seinem Buch „Goldgrund Eurasien“, Waltrop und Leipzig 2015.
[4] Steffen Vogel, Giorgia Meloni und der schleichende Weg in den autoritären Staat, in: „Blätter“, 2/2024, S. 13-16.
[5] Karen Krüger, Patriotisch weichgespült, in: „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ), 18.3.2025.
[6] The Unsafe House, Venice Biennale Coup: Curtis Yarvin and The Unsafe House seize control of the American Pavilion, youtube.com, 18.6.2025.
[7] Ernst Jünger, Der Arbeiter – Herrschaft und Gestalt, in: Sämtliche Werke, Band 8, Zitate S. 159, 78, 206, 207.
[8] Jünger, Über den Schmerz, in: Sämtliche Werke, Band 7, S. 160.
[9] Peter Thiel, A time for truth and reconciliation, Financial Times, ft.com, 10.1.2025.
[10] Jünger, Der Arbeiter, Zitate S. 27, 181, 173, 109, 104, 124, 173, 181, 207, 243.
[11] Nitasha Tiku, Tech billionaire Trump adviser Marc Andreessen says universities will ‚pay the price‘ for DEI, washingtonpost.com, 12.6.2025.
[12] Thomas Ribi, Warum Peter Thiel vor dem Antichristen warnt, nzz.ch, 24.9.25; Peter Thiel and the Antichrist. Interview mit Ross Douthat, nytimes.com, 26.6.2025.
[13] Jürgen Manemann, Herrschaft in Permanenz – Zur Katechontik Peter Thiels und Carl Schmitts, philosophie-indebate.de, 2.6.2025.
[14] Paul Leslie, From Philosophy to Power: The Misuse of René Girard by Peter Thiel, J.D. Vance and the American Right, salmagundi.skidmore.edu, Sommer 2025.
[15] Curtis Yarvin Says Democracy Is Done. Interview mit David Marchese, in: “New York Times”, 18.1.2025.
[16] Botho Strauß, Fragmente der Undeutlichkeit, München und Wien 1989, S. 27.
[17] Botho Strauß, Niemand anderes, München und Wien 1987, S. 149.
[18] Botho Strauß, Beginnlosigkeit – Reflexionen über Fleck und Linie, München und Wien 1992, S. 108.
[19] Strauß, Beginnlosigkeit, Zitate S. 107, 11 f., 116.
[20] Honor Cargill-Martin, The Roman Empire Loved by Elon Musk and Steve Bannon Never Existed, nytimes.com, 2.4.2025.
[21] Trump keeps toying with a third term – even though the constitution forbids it, nbcnews.com, 26.2.2025.
[22] Vgl. auch Carlotta Voß, Zurück zur Utopie: Elon Musk, Karl Mannheim und die Krise des Liberalismus, politischeoekonomie.com, 5.1.2025.
[23] Sandra Kegel, Warum Musk so viel Angst hat vor Empathie, faz.net, 7.3.2025.
[24] Wolfgang Ullrich, Digitale Bildkulturen, *VIDEOESSAY* Autoritäre Bilder, youtube.com, 16.2.2025.
[25] Roland Meyer, Die Ästhetik des digitalen Faschismus, faz.net, 27.4.2025.
[26] Stephanie Coontz im Gespräch mit Meagan Day, jacobin.com, 15.8.2025.
[27] Jürgen Habermas, Technik und Wissenschaft als „Ideologie“, Frankfurt a. M. 1968, S. 97.
[28] Strauß, Beginnlosigkeit, a.a.O., Zitate S. 89, 25, 118 f.