Bild: Eine Straßenszene aus Kampala in Uganda (Imani Bahati via unsplash.com)
Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung schreitet in vielen afrikanischen Ländern voran, teils sogar schneller als in Deutschland. Doch mit ihr ist auch ein Kampf um die Daten entbrannt. Diese sind nicht nur im Visier krimineller Organisationen, sondern werden auch zur Währung, mit der afrikanische Staaten für internationale Hilfe bezahlen.
Seien es Steuererklärungen, Geburtsurkunden, Grundbuchauszüge oder neue Personalausweise – mittlerweile kann man in Uganda online fast alles beantragen, was man an offiziellen Dokumenten benötigt. Wie so viele afrikanische Staaten bemüht sich derzeit auch Ugandas Regierung, ihre Behörden zu digitalisieren. Im Juni ging das neue Portal UgGov-Agent online, über das Ugander:innen Behördengänge online erledigen können – auch in dutzenden lokalen Sprachen, die dank Künstlicher Intelligenz (KI) auch denjenigen weiterhelfen, die der Amtssprache Englisch nicht mächtig sind.
Für Ugander:innen ergeben sich daraus Vorteile, allen voran stark verkürzte Wartezeiten in den Ämtern. Bürger:innen, die in Dörfern weit entfernt der Hauptstadt leben, sparen sich die Anreise in die Hauptstadt Kampala, da die meisten Behörden in den ländlichen Gebieten nicht vertreten sind. Aber auch die Kosten für die benötigten Dokumente verringern sich, weil weniger Bestechungsgeld bezahlt werden muss.