Bild: v.l.n.r.: Die Verteidigungsminister Salifou Modi aus Niger, Sadio Camara aus Mali, Andrei Belousov aus Russland und Celestin Simpore aus Burkina Faso in moskau, 14.8.2025 (IMAGO / ITAR-TASS)
In der Juni-Ausgabe analysierte Olaf Bernau unter dem Titel »Hoffnung im Schatten des Terrors« die Entwicklungen in den drei von Militärjuntas regierten Sahelstaaten Burkina Faso, Mali und Niger als einen in der westlichen Öffentlichkeit verkannten tiefgreifenden Umbruch in der Region, getragen von einer Politik der Hoffnung. Roger Peltzer sieht darin eine gefährliche Rechtfertigung antidemokratischer Regierungen.
Seit fünf Jahren regieren in den drei Sahelstaaten Burkina Faso, Mali und Niger Putschisten – Militärregierungen, die eng mit russischen Söldnertruppen kooperieren. Sie alle sind mit dem Versprechen angetreten, den islamistischen Terror in Kooperation mit Russland effektiver zu bekämpfen, als dies zuvor im Rahmen der Zusammenarbeit mit den Franzosen und anderen westlichen Staaten möglich gewesen ist.
Den Beitrag von Oliver Bernau zu diesen Staaten durchzieht die Grundaussage, dass die Militärregierungen im Kampf gegen den Terror deutlich erfolgreicher seien, als dies in den westlichen und insbesondere französischen Medien dargestellt werde. Auch würden sich die Länder wirtschaftlich besser entwickeln, als in Europa gemeinhin wahrgenommen werde. Insofern gäbe es »Hoffnung im Schatten des Terrors«, wie der Titel des Aufsatzes von Olaf Bernau andeutet.