Bild: Spitzenkandidatin Elif Eralp beim Sonderparteitag der Linken in Berlin, 25.9.2026 (IMAGO / IPON)
Es war ein fulminanter Wahlsieg für die Berliner Linke: Mit 25,7 Prozent der Zweitstimmen verwies die Partei die CDU, die 18,8 Prozent erhielt, deutlich auf den zweiten Platz. Mit Elif Eralp könnte damit zum ersten Mal in der deutschen Hauptstadt eine regierende Bürgermeisterin mit Migrationshintergrund ins Rote Rathaus einziehen. Die politisch naheliegende Koalition mit den Grünen und der SPD, die bei bescheidenen 14 und zwölf Prozent landeten, würde auch über eine bequeme Mehrheit verfügen – eigentlich.
Tatsächlich aber holten die Linke schon wenige Stunden nach den ersten Hochrechnungen wieder jene Vorwürfe um israelbezogenen Antisemitismus und Terrorismus verklärenden Palästina-Aktivismus ein, die schon ihren Wahlkampf überschattet hatten. Nicht nur tauchte auf der Wahlparty des Neuköllner Bezirksverbandes – uneingeladen, wie die Neuköllner Linke beteuerte – eine bekannte Berliner Clangröße auf, sondern es entstanden auch Bilder, auf denen der Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak und die frisch mit Direktmandat ins Abgeordnetenhaus gewählte Vanessa Emde mit Ibrahim Ibrahim posierten, einem für seine Nähe zur Terrorgruppe PFLP bekannten Aktivisten des Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitees. Dieses hatte sich nach dem Massaker vom 7. Oktober 2023 als Zusammenschluss von Hamas- und PFLP-Anhänger:innen in Berlin gebildet.