Bild: Steffen Krach (SPD), Elif Eralp (Linke) und Werner Graf (Bündnis 90 / Die Grünen) nach Vorgesprächen zur Regierungsbildung, 17.10.2026 (IMAGO / Funke Foto Services)
Wahrscheinlich wird es für immer ein Geheimnis bleiben, was am Abend der Berlin-Wahl am 20. September Issa Remmo, Clan-Chef und zentrale Größe der organisierten Kriminalität in Berlin, veranlasste, auf der Wahlparty der Neuköllner Linkspartei aufzulaufen und in die bereitstehenden Kameras und Mikrofone seine Begeisterung über den linken Wahlsieg zum Ausdruck zu bringen. Fest steht: Der von ihm angeblich so geschätzten Partei1 hat er damit einen Bärendienst erwiesen. Und damit ist er keineswegs allein. Dass sich nicht nur Remmo, sondern auch Ibrahim Ibrahim, offizieller Vertreter des Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitees (VPNK) und führender Kopf der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP)2, bei der Bezirkswahlparty der Linken an der Seite des Neuköllner Bundestags-Abgeordneten Ferat Koçak und zudem Arm in Arm mit der Israel-Hasserin und frisch ins Abgeordnetenhaus gewählten Vanessa Emde zeigte, bürdete der möglichen Linkskoalition von Beginn an eine schwere Hypothek auf, an der sie bereits in den Sondierungsverhandlungen zeitweilig zu scheitern schien.
Denn der Proteststurm folgte, wie vorhersehbar, auf den Fuß: Wer sich wie die Linkspartei anschickt, die Hauptstadt zu regieren, muss wissen, dass er nun mit anderen Maßstäben gemessen wird als zuvor als Oppositionskraft.