Im November 1993 ist unter diesem Titel der Zwischenbericht der Enquete-Kommission "Schutz des Menschen und der Umwelt - Bewertungskriterien und Perspektiven für umweltverträgliche Stoffkreisläufe in der Industriegesellschaft" des 12. Deutschen Bundestages erschienen 1). Wir dokumentieren nachstehend einen Auszug der Mitteilung der Enquete-Kommission zur Veröffentlichung des Berichts sowie die im Bericht formulierte Zielsetzung der weiteren Arbeit der Kommission bis zum Sommer 1994. Die Kommission setzt sich aus 13 Abgeordneten von CDU/CSU, FDP und SPD sowie aus 13 Sachverständigen zusammen; jeweils ein/e Abgeordnete/r sowie ein Sachverständiger von Bündnis 90/Die Grünen und PDS/LL haben beratenden Status. Die Kommission wurde am 18. März 1992 konstituiert, ein wissenschaftliches Sekretariat mit acht MitarbeiterInnen wurde ab 1. Juli 1992 eingerichtet. Der Schlußbericht soll bis zum Sommer 1994 vorliegen. Nicht von ungefähr enthält der Zwischenbericht selbst keine Zusammenfassung von Ergebnissen oder auch nur der wichtigsten Aussagen. Die Mitglieder der Enquete-Kommission haben offenkundig noch keinen Kompromiß gefunden, der hinreichend tragfähig wäre, um eine gemeinsame Basis für die Analyse ökologischer, ökonomischer und sozialer Probleme in ihrem Zusammenhang zu haben.
In der Mai-Ausgabe zeigen Alexander Cooley und Daniel Nexon, wie die Trump-Regierung ihre geopolitische Macht systematisch in privaten Gewinn ummünzt – zum Schaden für Rechtsstaat und Demokratie. August Pradetto plädiert für eine entschiedene – auch rhetorische – Verteidigung des Völkerrechts gegenüber der wachsenden Gruppe jener Staaten, die auf die Macht des Stärkeren setzen. Klaus Naumann beleuchtet die Debatte um die Wehrpflicht und fragt, wie sich der Frieden in Europa künftig verteidigen lässt. In einer Welt, in der Heimatverlust zu einer universellen Erfahrung geworden ist, sucht Ece Temelkuran nach neuen Formen von Gemeinsamkeit und Handlungsmacht. Antje Schrupp zeigt, wie rechte Frauen mit traditionalistischen Frauenbildern den autoritären Aufstieg befördern. Sonja Peteranderl warnt vor den Risiken von Zyklus-Apps in Zeiten des Rechtsrucks. Inken Behrmann beleuchtet den auch hierzulande längst entbrannten Kampf um die immer knapper werdende Ressource Wasser. Markus Wissen sieht im radikalen Reformismus eine Strategie gegen den Krisenkapitalismus. Und Karin König erinnert an den Film »Die Mörder sind unter uns« als Schlüsselwerk der deutschen Nachkriegsgeschichte und die Biografie seines Hauptdarstellers Ernst Wilhelm Borchert.