Ausgabe Dezember 2002

Transformation des Mittleren Ostens.

Das neue transatlantische Projekt

Das nachstehend erstmals in deutscher Sprache veröffentlichte Plädoyer für ein neues transatlantisches Projekt gilt als Gegenentwurf zu Robert Kagans Essay „Power and Weakness“ über das Machtgefälle zwischen Amerikanern und Europäern. (Vgl. Kagans „Macht und Schwäche“ in den Oktober-„Blättern“, S.1194-1206, die nachfolgende Debatte, 11/2002, S.1345-1364, sowie William Pfaffs Kolumne „Bush braucht eine Vision“, 10/2002, S.1182f.) Robert Asmus und Kenneth Pollack sind ehemalige Mitarbeiter der Clinton-Administration. Ihre gewagte Analogie zwischen dem Neuaufbau Europas nach 1945 und einer prowestlichen Transformation des gesamten Nahen und Mittleren Ostens im Gefolge eines neuen Irakkriegs erschien zuerst in der amerikanischen „Policy Review“, einer Zweimonatszeitschrift der Hoover Institution in Stanford. Wir danken der „Policy Review“ für die freundliche Genehmigung, eine deutsche Fassung des Asmus/Pollack-Artikels aus ihrer Nummer 115 (September/Oktober 2002) zu veröffentlichen. Die Übersetzung und Kürzung besorgte Karl D. Bredthauer. – D. Red.

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Aktuelle Ausgabe Februar 2026

In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.

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