Ausgabe Oktober 2007

Politik mit Akten

Die Stasi-Debatte in Polen und Tschechien

Die Debatte über das Erbe der Staatssicherheitsdienste aus der Zeit des Kommunismus reißt hierzulande nicht ab, wie die jüngsten Kontroversen über die „Birthler-Behörde“ zeigen. Doch auch die ostmitteleuropäischen Länder sehen sich mit anhaltenden gesellschaftlichen Auseinandersetzungen über den „richtigen“ Umgang mit dieser Geschichte konfrontiert. Auch dort wurden nach den gewaltlosen Revolutionen von 1989 Bestrebungen zur Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit unternommen. Dabei standen zwei Ziele im Mittelpunkt: die Bildung neuer Institutionen und Rechtsbestimmungen zur Aufarbeitung, wie insbesondere Gesetze zur Durchleuchtung („Lustration“) und Institute zur „Vergangenheitsaufarbeitung“, sowie die Wiederherstellung „historischer Gerechtigkeit“ auf dem Weg von „Entkommunisierung“.

Sie haben etwa 4% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 96% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1€)
Digitalausgabe kaufen (10€)
Anmelden

Weitere Artikel zum Thema Geschichte

Über den Verfassungspatriotismus hinaus

von Meron Mendel

Während des Historikerstreits 1986 wehrte sich Jürgen Habermas erfolgreich gegen die Relativierung des Holocaust und hoffte, die Deutschen würden statt einer konventionellen Nationalidentität einen Verfassungspatriotismus entwickeln. Heute sollte dieses abstrakte Konzept mit konkreten Inhalten gefüllt werden.