Ausgabe November 2009

Hungersnot oder Genozid?

Der Holodomor und die ukrainische Geschichtspolitik

Ende November jedes Jahres gedenkt die Ukraine der Millionen Menschen, die infolge der Hungerkatastrophe in den Jahren 1932/33 in der damaligen Sowjetrepublik starben. Die Erinnerung an den sogenannten Holodomor 1 wirft einmal mehr die Frage auf, ob es sich hierbei, wie von Kiew behauptet, um einen „Genozid“ gehandelt hat.

Ende November jedes Jahres gedenkt die Ukraine der Millionen Menschen, die infolge der Hungerkatastrophe in den Jahren 1932/33 in der damaligen Sowjetrepublik starben. Die Erinnerung an den sogenannten Holodomor 1 wirft einmal mehr die Frage auf, ob es sich hierbei, wie von Kiew behauptet, um einen „Genozid“ gehandelt hat.

Bereits im vergangenen Jahr erklärte Jaroslaw Baran, Leiter der Außenstelle der ukrainischen Botschaft in Bonn, anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Die Hungeropfer – Der unbekannte Völkermord an den Ukrainern“ im Kölner Lew-Kopelew-Forum, der Holodomor sei ein entsetzlicher Völkermord gewesen, der absichtlich von Stalins Regime herbeigeführt wurde, um das ukrainische Volk auszurotten und den Widerstand der ukrainischen Bauern gegen die Zwangskollektivierung zu brechen. Das Ziel müsse daher die Anerkennung der Hungersnot als Genozid und die Verurteilung der Verbrecher sein.

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