Ausgabe Februar 2017

Wo sind die aufgeklärten Eliten?

Plädoyer für einen globalen New Deal des 21. Jahrhunderts

Erst die Weltwirtschaftskrise, dazu die globale Klimakrise, und jetzt noch die Krise der liberalen Demokratie, die nicht zuletzt durch die Wahl von Donald Trump zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten zum Ausdruck kommt: All das zeigt, die Menschheit befindet sich an einem historischen Wendepunkt. Doch diese Menschheitskrise, so die Ironie der Geschichte, bietet auch Chancen zu einem fundamentalen Politikwechsel. Gerade angesichts der drängenden globalen Probleme steht der Weg zu tiefgreifenden sozialen, politischen, ökologischen und wirtschaftlichen Umwälzungen wieder offen. Paradoxerweise könnten gerade der Klimawandel, die sogenannte Flüchtlingskrise sowie die wachsende soziale Ungleichheit als Folge der Finanzkrise Hebel für fundamentale Veränderungen in Richtung eines grünen, demokratischen Sozialismus darstellen (wie er etwa Bernie Sanders und Jeremy Corbyn vorschweben mag).

Gleichzeitig gelangen jedoch in der für diese Umwälzungen entscheidenden Phase sowohl in Europa als auch in anderen hegemonialen Erdregionen reaktionäre Eliten an die Macht.

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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