Ausgabe Februar 2026

Berlin als Leuchtturm?

Wie Rot-Rot-Grün in Berlin möglich werden könnte

Berlin könnte einer rot-rot-grünen Regierung ins Amt verhelfen. Symbolbild: IMAGO / Sabine Gudath

Bild: Berlin könnte einer rot-rot-grünen Regierung ins Amt verhelfen. Symbolbild: IMAGO / Sabine Gudath

Bei den Landtagswahlen 2026 droht in vielen Bundesländern eine weitere Rechtsverschiebung. In Berlin könnten dagegen Linke, Grüne und SPD eine Regierungsmehrheit erreichen. Was braucht es, um diese Koalition zustande zu bringen? Könnte ein solches Bündnis gar auf die politische Stimmung in der ganzen Republik ausstrahlen? Eine Bestandsaufnahme aus dem Vorwahlkampf in der Hauptstadt.

Der Ausblick auf das Wahljahr 2026 verheißt wenig Gutes: In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern könnte erstmals die AfD die Ministerpräsidenten stellen, in Baden-Württemberg verlieren die Grünen nach derzeitigen Prognosen ihren einzigen Ministerpräsidenten, und in Rheinland-Pfalz wird die SPD höchstwahrscheinlich eine weitere langjährige Hochburg an die CDU abtreten. Ganz Deutschland wird vom Rechtsrutsch erfasst. Ganz Deutschland? Nein, das von widerspenstigen Linken bewohnte Berlin könnte Widerstand leisten und einer rot-rot-grünen – auch R2G genannten – Regierung ins Amt verhelfen. Dieses Signal wäre auch über die Grenzen der Hauptstadt hinaus wichtig. Denn eine solche Koalition würde einen linken Gegenpol im Kampf um die Zukunft schaffen.

In Umfragen erreicht R2G derzeit eine knappe Mehrheit.

»Blätter«-Ausgabe 2/2026

Sie haben etwa 5% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 95% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (3.00€)
Digitalausgabe kaufen (12.00€)
Druckausgabe kaufen (12.00€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe Februar 2026

In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.

Zur Ausgabe Probeabo

Weitere Artikel zum Thema