Ausgabe November 1999

Das Jospin-Papier.

Beitrag der Sozialistischen Partei Frankreichs zum 21. Kongreß des Sozialistischen Internationale (Wortlaut)

Vom 8. bis 10. November tagt in Paris der 21. Kongreß der Sozialistischen Internationale. Das Präsidium der gastgebenden französischen PS hat aus diesem Anlaß ein Dokument beschlossen, das als eine Art Antwort auf das "Schröder/Blair-Papier" (Wortlaut in "Blätter", 7/1999, S. 887-896) verstanden und in der Presse folgerichtig als "Jospin-Papier" etikettiert wurde. Wir dokumentieren nachstehend den Wortlaut in eigener Übersetzung. - D. Red.

"Auf dem Weg zu einer gerechteren Welt"

"Einer Tradition treu zu sein, heißt der Flamme treu zu sein und nicht der Asche." Jean JaurŠs In einer Zeit tiefgreifenden Wandels stellen sich die Sozialisten natürlich Fragen hinsichtlich ihrer Identität. Nicht zum ersten Mal. Im Laufe ihrer Geschichte sind sie immer wieder veranlaßt gewesen, neue politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Sie haben sich den Veränderungen angepaßt, ohne ihren Willen zur Gerechtigkeit aufzugeben. Überall haben sich unsere Parteien mit der Sache der Demokratie und des sozialen Fortschritts identifiziert.

November 1999

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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