Ausgabe November 2001

Krieg gegen den Terror - Rede von Präsident George W. Bush vor dem amerikanischen Kongreß am 20. September 2001 (Auszüge)

Unmittelbar nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 erklärte der Atlantikrat, wenn festgestellt werde, daß sie "vom Ausland aus gegen die Vereinigten Staaten" verübt wurden, komme Artikel 5 des NATO-Vertrags zur Anwendung, der die Mitglieder zu "gemeinsamer Selbstverteidigung" verpflichte. (Vgl. den Wortlaut des Beschlusses vom 12. September 2001 in "Blätter", 10/2001, S. 1262.) Ebenfalls am 12. September bezog sich der UN-Sicherheitsrat in einer ersten Resolution zu den Konsequenzen der Anschläge auf das "naturgegebene Recht zur individuellen und kollektiven Selbstverteidigung im Einklang mit der Charta" der Vereinten Nationen (Art. 51; vgl. hierzu die Studie des Bremer Völkerrechtlers Gerhard Stuby in dieser "Blätter"-Ausgabe). Nachstehend der Wortlaut der Sicherheitsratsresolutionen vom 12. und 28 September sowie weitere Dokumente zur Entwicklung seit dem 11. September in chronologischer Folge. - D. Red.

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Liebe Mitbürger,

in den letzten neun Tagen hat die gesamte Welt mit eigenen Augen die Lage unserer Nation gesehen - und sie ist stark. Heute Abend sind wir ein Land, dass sich der Gefahr bewusst geworden und aufgerufen ist, die Freiheit zu verteidigen. Unser Schmerz wurde zu Wut, und Wut zu Entschlossenheit.

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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