Ausgabe August 2002

Ökologie - die neue Farbe der Gerechtigkeit.

Memorandum zum Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung (Auszüge)

Am 16. Mai 2002, zwei Monate vor dem Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg (26.8.-4.9.2002), haben sechzehn namhafte Wissenschaftler, Politiker und Unternehmer auf Einladung der Heinrich-Böll-Stiftung unter dem Titel "Das Jo'burg Memo" ein Memorandum über den Stand in Sachen "nachhaltiger Entwicklung" vorgelegt und ihre Erwartungen an die Konferenz formuliert. Es liefert sowohl eine kritische Bestandsaufnahme des Jahrzehnts seit Rio als auch eine weitgespannte Programmatik, wie das Paradigma nachhaltiger Entwicklung in politische Praxis umgesetzt werden kann. Zu den Autoren gehören unter anderem Wolfgang Sachs (Deutschland), Reinhard Loske (Deutschland), Christine von Weizsäcker (Deutschland), Anita Roddick (Großbritannien), Henri Acselrad (Brasilien), Ada Amon (Ungarn), Farida Akhter (Bangladesch), Sara Larrain (Chile), Viviene Taylor (Südafrika) und Ashok Kosla (Indien). Der vollständige Text ist im Internet zum Downlond verfügbar unter www.joburgmemo.de. - D. Red.

1. Rio im Rückblick

Einst wurde Tschu En-lai, der verstorbene Premierminister im kommunistischen China, von einem Journalisten gefragt, was er von der französischen Revolution halte. Tschu En-lai zögerte einen Augenblick und antwortete dann: "Es ist noch zu früh, dazu etwas zu sagen." Dies gilt ebenso für Rio 1992.

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Aktuelle Ausgabe Februar 2026

In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.

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