Ausgabe August 2002

Eine neue palästinensische Führung

Rede von US-Präsident George W. Bush zur Situation im Nahen Osten vom 24. Juni 2002 (Wortlaut)

US-Präsident George W. Bush hielt am 24. Juni 2002 in Washington eine Grundsatzrede zur Nahostpolitik. Die darin enthaltenen Vorschläge bestimmen seither die Diskussion über eine politische Lösung des Konflikts. Bush fordert unter anderem die Ablösung der palästinensischen Führung; nur dann würden die USA die Gründung eines palästinensischen Staates unterstützen. Mit der Situation in Israel nach der Bush-Rede beschäftigt sich auch der Beitrag "Marshallplan für Nahost" von Volker Perthes in dieser "Blätter"Ausgabe (S. 954-962). - D. Red.

Zu lange schon leben die Bürger des Nahen Ostens inmitten von Tod und Furcht. Der Hass einiger weniger macht die Hoffnungen vieler zunichte. Extremistische und terroristische Kräfte versuchen, Fortschritt und Frieden zu zerstören, indem sie Unschuldige töten. Dies wirft einen dunklen Schatten auf die gesamte Region. Um der gesamten Menschheit willen müssen sich die Dinge im Nahen Osten ändern. Es ist unhaltbar, dass israelische Bürger in Terror leben. Es ist unhaltbar, dass Palästinenser in erbärmlichen Zuständen und unter Besatzung leben. Die momentane Situation bietet keine Aussicht auf eine Verbesserung der Lebensumstände. Die Bürger Israels werden weiterhin Opfer von Terroristen, und daher wird sich Israel weiter verteidigen.

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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